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Peinlich für Extreme Edition: Pentium M 770 bezwingt Intels 3,73-GHz-Boliden

31.03.2005 | 15:55 Uhr |

Der Pentium 4 Extreme Edition ist Intels Prozessor-Empfehlung für Spieler. Blödsinn sagen wir, der Pentium M ist schneller, stromsparender und obendrein billiger.

Noch laufen die Tests, aber bereits die Spiele-Benchmarks deuten auf eine Sensation hin: Der Pentium M 770 mit 2,13 GHz ist schneller als Intels sündteurer Pentium 4 Extreme Edition mit 3,73 GHz. Der M 770 überflügelte in unserem Doom-3-Test sowohl in der 1024er- als auch der 1280er-Auflösung die 3,73-GHz-Extreme-Edition – wenn auch knapp (siehe Tabelle). Der vollständige Test folgt am 11. April.

Benchmark ->

Doom 3
Timedemo Demo 1

Prozessor

1024 x 768 x 32

1280 x 1024 x 32

Pentium M 770 2,13 GHz

90 Bilder/s

75,8 Bilder/s

Pentium 4 EE 3,73 GHz

89 Bilder/s

75,4 Bilder/s

Ein Prototyp von A-Open, die Hauptplatine i915GMm-HFS , ermöglicht erstmals den direkten Vergleich zwischen Intels aktueller Notebook- und PC-Plattform. Die Desktop-Hauptplatine von A-Open setzt auf Intels Mobil-Chipsatz 915GM, der so wichtige Standards wie PCI-Express und Serial-ATA unterstützt.

Dem Pentium M macht der Chipsatz durch seinen höheren Front Side Bus (533 statt 400 MHz) Beine, zudem beherrscht der 915GM den Zweikanalmodus beim Einsatz von zwei baugleichen Speichermodulen. Mehr Infos zum neuen Notebook-Chipsatz von Intel finden Sie im Beitrag " Im Test: Centrino - die nächste Generation ".

Diese kleinen, aber feinen technischen Änderungen reichen, um die Extreme Edition im 3D-Shooter Doom 3 in die Knie zu zwingen. Und dass, obwohl die Extreme Edition auf einen doppelt so schnellen Front Side Bus von 1066 MHz zurückgreifen kann und mit einer um 1,6 GHz erhöhten Taktrate arbeitet.

Dafür verbrät der überzüchtete "Extrem"-Prozessor in der Spitze bis zu 115 Watt, während der genügsame Stromsparfuchs Pentium M 770 gerade einmal auf eine maximale Verlustleistung von 27 Watt kommt.

Wir fassen die peinliche Vorstellung zusammen: Der Pentium 4 Extreme Edition mit 3,73 GHz ist rund 400 Euro teurer, verbraucht mehr als viermal soviel Strom, arbeitet mit einer um 75 Prozent erhöhten Taktrate sowie einem doppelt so schnellen Front Side Bus und ist trotzdem bei Doom 3 langsamer als der Pentium M 770.

Fazit: Intels neue Pentium-M-Plattform ist ein großer Wurf - auch für den Desktop-PC. Hier stimmt nicht nur die Spiele-Leistung, auch die Ausstattung ist dank DDR2-SDRAM-Unterstützung, PCI-Express und Serial-ATA auf dem neuesten Stand.

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