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Pegasus Mail: Neue Chance für den Mail-Client-Oldie

22.01.2007 | 11:45 Uhr |

Es besteht wieder Hoffnung, dass auch in Zukunft der Mail-Client-Oldie Pegasus Mail weiterentwickelt wird. Die ursprüngliche Ankündigung des Entwicklers, die Entwicklung auf finanziellen Gründen einstellen zu wollen, sorgte für ein derart großes Echo, dass nun nach einem neuen Weg gesucht wird, den Fortbestand zu sichern.

Nachdem der Entwickler David Harris Anfang Januar das Ende der Weiterentwicklung des Mail-Clients Pegasus Mail und Mercury verkündet hatte, will er nun doch weiter machen. Anlass für seine ursprüngliche Entscheidung waren finanzielle Probleme ( wir berichteten ). Kurze Zeit später verkündete Harris, dass Sponsoren den Mail-Oldie Pegasus Mail noch retten könnten ( wir berichteten ).

Wie Harris nun am Montag in einem Statement auf seiner Website schreibt, hat er sich bereit erklärt, sich um die Weiterentwicklung von Pegasus Mail und Mercury zu kümmern. Seine ursprüngliche Erklärung, die Projekte einstellen zu wollen, hätten eine Lawine von Mails, Telefonanrufen und Fax-Nachrichten ausgelöst, in denen die Anwender darum baten, weiterzumachen.

David Harris betont in seiner neuen Ankündigung, dass es nie sein Wunsch war, die Entwicklung zu stoppen und verweist darauf, dass die Pflege und Weiterentwicklung der Programme (s)ein Full-Time-Job und damit teuer seien. Aufgrund des Feedbacks habe er sich nun entschlossen, vorerst weiterzumachen, die beiden Projekte müssten allerdings auf neue Füße gestellt werden, um die Art und Weise zu ändern, wie er mit ihnen Einnahmen generiert.

Angedacht sei beispielsweise, dass Pegasus Mail zu einer „Donationware“ wird. Für Mercury könnten dagegen künftig je nach Anzahl der benötigten Mailboxen Lizenzgebühren anfallen, während die Nutzung bis zu einer gewissen Anzahl von Mailboxen kostenfrei bleibt. Das sind allerdings nur seine Vorschläge, die er zur Diskussion stellt. Harris will nun das Feedback der Community abwarten, bevor er eine endgültige Entscheidung trifft.

“Pegasus Mail und Mercury haben dem Internet für 17 Jahre gedient. Es liegt nun an euch, der Community, ob es 20 oder mehr Jahre werden“, schreibt Harris abschließend.

Pegasus Mail gehört zu den Oldies unter den Mail-Clients. Die allererste Version erschien 1990 und diente dem Austausch von Nachrichten in Novell-Netware-Netzwerken. Fortan folgten regelmäßig neue Versionen und drei Jahre später erschien die erste Fassung für Windows-Rechner. So mancher PC-Veteran dürfte aus dieser Zeit den Client kennen, als das Medium Internet noch jung war und man selbst damit begann, Mails zu senden und zu empfangen. Zuletzt erschien Mitte 2006 die Version 4.41. Der Entwickler Harris hatte so ziemlich von Anfang an seine ganze Zeit in Pegasus Mail und Mercury investiert und daraus ein Einkommen für sich und seine Familie generiert.

Download: Pegasus Mail 4.41 (deutsch)

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