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Peeple: Bewertungs-App für Personen gestartet

09.03.2016 | 12:16 Uhr |

Mit Peeple ist nun eine neue, umstrittene App gestartet, mit der Personen bewertet werden können.

Trotz aller Kritik im Vorfeld ist Peeple nun doch gestartet. Die Bewertungs-App für Personen war im Oktober 2015 angekündigt worden. Daraufhin entbrannte im Web eine heftige Diskussion darüber, ob Menschen wie Produkte, Restaurants oder Hotels bewertet werden dürfen. Die beiden Erfinderinnen der App, Nicole McCullough und Julia Cordray, haben sich durch die Kritik nicht beirren lassen und bieten zum Start Peeble kostenlos nur in den USA und Kanada und nur für iOS an.  Eine Android-Version ist noch für dieses Jahr geplant. Offen bleibt, ob und wann die App auch in der restlichen Welt angeboten werden wird.

Immerhin wurden entgegen der ersten Pläne einige Änderungen an dem Peeple-Konzept vorgenommen. Personen dürfen nun doch nicht, wie ursprünglich geplant, mit bis zu fünf Sternen bewertet werden. Stattdessen ist von "Empfehlungen" die Rede. Zur Auswahl stehen die Kategorien "Beruflich", "Persönlich" und "Dating". Hier dürfen in den drei Stufen "Positiv", "Neutral" und "Negativ" die Personen bewertet werden.

Voraussetzung für die Nutzung von Peeple sind ein seit mindestens sechs Monaten existierendes Facebook-Konto und eine Telefonnummer. Außerdem muss der Nutzer mindestens 21 Jahre alt sein. Es dürfen nur Personen bewertet werden, die ebenfalls Facebook und Peeple nutzen.

Wird eine Person bewertet, die Peeple noch nicht nutzt, dann erhält diese die Aufforderung zur Nutzung von Peeple. Erst wenn die bewertete Person sich bei Peeple anmeldet, erscheint auch ihre Bewertung. Vorausgesetzt die bewertete Person stimmt der Veröffentlichung der Bewertung in ihrem Peeple-Profil zu.

Ein Peeple-Konto kann jederzeit deaktiviert werden, wodurch auch alle Bewertungen nicht mehr zugänglich sind. Außerdem sind die bei Peeple abgegebenen Bewertungen ausschließlich über Peeple verfügbar. Die Suchmaschinenroboter von Google erhalten also beispielsweise keinen Zugriff darauf, wodurch die entsprechenden Bewertungen auch nicht in der Google-Suche auftauchen können.

Allerdings planen die Peeple-Macher laut ihrer Pressemitteilung auch einen kostenpflichtigen Service namens "Truth Licence", die später in diesem Jahr an den Start gehen soll. Die Nutzer des Premium-Dienstes erhalten einen Zugriff auf alle Bewertungen einer Person, egal ob diese Person Peeple noch verwendet und/oder der Veröffentlichung einer Bewertung zugestimmt hat.

Im iTunes Store wird Peeple von einigen Nutzern scharf kritisiert. Ein Nutzer schreibt, es handele sich bei Peeple um eine "gefährliche und respektlose App". Zu groß sei die Gefahr für Mobbing und Missbrauch der App.

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