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Erster BlackBerry zum Klappen vorgestellt

RIM hat sein Business-Smartphone Perl 8220 vorgestellt. Es ist das erste Klapphandy des kanadischen Herstellers und lässt technisch einige Wünsche offen. Dennoch könnte es erfolgreich sein: Im Business-Segment ist der Folder ein Exot, außerdem ist das Design ausgesprochen schick. Ab Herbst ist das Pearl 8220 weltweit verfügbar.

RIM hat sein erstes Klapphandy Pearl 8220 offiziell vorgestellt. Der Folder ist ein Exot im Business-Segment und richtet sich vor allem an Kunden, die ein Klapphandy bevorzugen und nicht auf den Funktionsumfang eines Smartphones verzichten möchten. Das Telefon soll ab Herbst weltweit verkauft werden, in den USA ist es exklusiv bei T-Mobile erhältlich. Über den Preis machte RIM noch keine Angaben.

Wie schon beim Blackberry Bold legt RIM sehr viel Wert auf das Aussehen des Pearl 8220. Die mattschwarze Front wirkt sehr elegant und beherbergt ein großes Außendisplay, das über Uhrzeit, Netzempfang, Akkulaufzeit sowie eingehende Nachrichten und Anrufe informiert. Darüber integriert RIM eine 2-Megapixel-Kamera mit Blitzlicht. Besonders edel wirkt die verchromte Umrandung der Geräteoberseite. Öffnet man das BlackBerry 8220, fällt sofort das Layout der SureType-Tastatur auf, die bereits vom 8110 bekannt ist. Dabei ist jede Zifferntaste zusätzlich mit zwei Buchstaben belegt, wodurch die Eingabe von längeren Texten vereinfach werden soll. Mit einer Volltastatur wie beim neuen BlackBerry Bold kann sie aber nicht mithalten.

Der interne Bildschirm hat eine Auflösung von 240x320 Pixeln und ist damit gut für die Anzeige von E-Mails und Dokumenten geeignet. Beim mobilen Datentransfer zeigt das BlackBerry 8220 seine Schwäche: Im Handynetz funkt es nur über EDGE. UMTS oder HSDPA unterstützt es nicht. Immerhin verbindet es sich lokal per WLAN mit einem Netzwerk und ermöglicht auf diese Weise einen schnellen Internet-Zugang. Über Quadband-GSM wird fast weltweit telefoniert. Das BlackBerry 8220 bietet Spracherkennung unabhängig vom Nutzer und wählt per Spracheingabe eine gewünschte Rufnummer. Das vorinstallierte Documents to Go von DataViz ermöglicht es Nutzern, Word, Excel und Powerpoint-Dateien direkt auf dem Handy anzuschauen und zu editieren.

Es unterstützt Bluetooth 2.0 und kann sich mit kabellosen Stereoheadsets oder einem GPS-Empfänger koppeln. Dieser ist nämlich nicht im Telefon integriert und soll stattdessen in das Schwestermodell 8210 eingebaut werden, dem dafür WLAN fehlt. Weshalb RIM nicht beide Funktionen in ein Modell packt, ist ein Rätsel. Musik-Fans können dank der Unterstützung von microSDHC-Karten mit bis zu 16 Gigabyte Seicher fast beliebig viele Musiktitel mit sich herumtragen. Der Akku hat eine Leistung von 900 mAh und soll laut Hersteller bis zu 14 Tage Standby ermöglichen.

Klapphandys sind im Business-Segment selten. Deshalb könnte das Pearl 8220 auch zum Erfolg werden. Doch die fehlende Volltastatur ist für Vielschreiber ein Nachteil, der langsame Datentransfer für Nutzer, die häufig große Dateien herunterladen. Der Akku ist mit 900 mAh zu schwach für das Business-Smartphone. Zwar erreichte RIMs Blackberry 8100 mit dem gleichen Akku im Test eine Laufzeit von 5 bis 7 Tagen, doch das im 8220 integrierte WLAN saugt viel Strom. Selbst eine gelegentliche Nutzung dürfte ihn schnell leeren.

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