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Falsche Anwalt-Mails drohen mit Anklage

02.03.2010 | 15:23 Uhr |

Vorgeblich von einer Anwaltskanzlei stammende Mails drohen den Empfängern mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht. Sie hätten geschütztes Material illegal aus dem Internet herunter geladen.

Internet-Nutzer finden in diesen Tagen überraschend Mails von einem Anwaltsbüro "Kanzlei Knil und Partner" in ihrer Mailbox. Darin behauptet der Absender im Namen der Kanzlei "KUW Rechtsanwälte", der Empfänger habe sich durch das Herunterladen urheberrechtlich geschützter Werke nachweislich strafbar gemacht. Doch die Mails sind gefälscht, die genannte Kanzlei existiert gar nicht mehr.

Die Mails tragen einen Betreff wie "KLAGE GEGEN: Herr ..." und eine gefälschte Absenderangabe. Unter der Überschrift "Klage wegen Urheberrechtsverletzung pornografischen Materials" behauptet der Absender, er vertrete die Interessen der Firma Videorama GmbH in Essen. Der Angeschriebene habe "im sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerk [...] eine [...] Urheberrechtsverletzung an Werken unseres Mandanten" begangen.

Ein beauftragtes "Antipiracy-Unternehmen" habe für den Internet-Anschluss des Angeschriebenen "mehrere Downloads von pornografischen Videomaterial und musikalischen Werken dokumentiert" und es sei Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Essen gestellt worden.

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