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Paypal will Wikileaks-Spenden freigeben

09.12.2010 | 13:22 Uhr |

Teilerfolg für Wikileaks: Paypal will nun die Spenden für den umstrittenen Dienst freigegeben. Neue Spenden darf Wikileaks aber vorerst nicht via Paypal sammeln.

Paypal hat angekündigt, die bisher bei dem Dienst aufgelaufenen Spenden für Wikileaks freigeben zu wollen. In einem Statement verteidigt der Bezahldienst aber sein Vorgehen gegen Wikileaks. Paypal habe das Wikileaks-Paypal-Konto untersucht, nachdem das US-Außenministerium am 27. November einen Bericht über Wikileaks veröffentlicht habe, laut dem Wikileaks in den unrechtmäßigen Besitz von Dokumenten gekommen sei. Nach der Untersuchung habe man das Paypal-Konto von Wikileaks gesperrt, weil gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen worden sei. In dem Statement betont Paypal, dass keine US-Regierungsstelle an Paypal herangetreten sei.

"Letztendlich basierte unsere Entscheidung darauf, dass Wikileaks Quellen dazu ermuntert, geheimes Material zu veröffentlichen", so Paypal. Dabei würden die "Quellen" gegen das Recht und damit gegen die Nutzungsbedingungen von Paypal verstoßen. Das Paypal-Konto von Wikileaks bleibe zwar geschlosssen, allerdings würden alle dort bereits eingegangenen Gelder an die Organisation ausgeliefert, die die Spenden für Wikileaks sammelt.

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