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Payback-Karten: Datenschützer kritisieren Metros Funk-Chips

09.02.2004 | 16:12 Uhr |

Technisch ist es möglich, dass die Kunden des Metro Future Stores in Rheinberg ausspioniert werden, ohne dass sie es merken", warnen Datenschützer des Vereins zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs (Foebud). Möglich werde dies mit Hilfe der Radio-Frequency-Identification- (RFID-)Technik.

"Technisch ist es möglich, dass die Kunden des Metro Future Stores in Rheinberg ausspioniert werden, ohne dass sie es merken", warnen Datenschützer des Vereins zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs (Foebud) . Das berichtet unsere Schwesterpublikation Computerwoche .

Möglich werde dies mit Hilfe der Radio-Frequency-Identification- (RFID-)Technik. Durch Zufall habe man anlässlich eines Besuchs Anfang Februar dieses Jahres festgestellt, dass in den Metro-Kundenkarten ein RFID-Chip integriert sei, so Rena Tangens vom Foebud.

In den Geschäften aufgestellte Antennen könnten die Funksignale der Karte empfangen und damit genau feststellen, welcher Kunde wann den Laden betritt und diesen wieder verlässt. Ferner sei es möglich, über zusätzliche Antennen die Bewegungen des Kunden im Geschäft zu verfolgen. Die Datenschützer fordern, dass derartige Versuche mit der RFID-Technik bis Mitte Februar eingestellt werden und sich die Metro-Gruppe an einem Gremium beteiligt, das Regeln und Gesetze zur gesellschaftsverträglichen Einführung der RFID-Technik entwickeln soll.

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