Patentstreit um Android

Google kauft über 1000 Patente von IBM

Donnerstag den 15.09.2011 um 12:29 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

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Google rüstet im Patent-Krieg weiter auf: Der Suchmaschinen-Riese kauft über 1000 Patente von IBM.
Google muss sich und die verbündeten Hersteller von Android-Smartphones und Android-Tablets vor Patentklagen schützen. Insbesondere Oracle, das die Rechte an der Programmiersprache Java besitzt (Java ist die wichtigste Programmiersprache für Android und Android-Apps), überzieht Google mit Patentklagen. Aber auch Microsoft kassiert von einigen Android-Geräte-Herstellern Lizenzkosten, für Techniken, die in Android-Geräten verwendet werden und die sich Microsoft durch Patente hat schützen lassen. Und natürlich lauert auch noch Apple auf patentrechtliche Schwächen in Android.

Google versucht deshalb in den Besitz von so vielen Patenten wie nur möglich zu kommen. Ein Meilenstein hierfür war der Kauf von Motorola, das viele für den Mobilfunkmarkt relevante Patente besitzt – von 17.000 Patenten ist die Rede. Nun erweitert Google erneut sein Patent-Portfolio und kauft von IBM 1023 Patente, wie der Nachrichtendienst Bloomberg berichtet . Genau gesagt, liegt der Kauf der Patente schon etwas zurück, die Registrierung bei der US-Patentbehörde erfolgte am 17. August.

Bereits im Juli hatte Google von IBM 1030 Patente gekauft. Von den Aufkäufen profitieren vor allem die Hersteller von Android-Smartphones, denen Google mit den aufgekauften Patenten zu Hilfe kommen kann. Kürzlich hat Google beispielsweise dem Android-Hersteller HTC neun Patente für dessen Patentstreit mit Apple überlassen.

Donnerstag den 15.09.2011 um 12:29 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

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