24.02.2012, 17:49

Denise Bergert

Patentstreit

Push-Dienste für iCloud und MobileMe in Deutschland nicht mehr verfügbar

©Apple

Im Zuge eines Rechtsstreits zwischen Apple und Motorola hat der US-Konzern Push-Nachrichten für iCloud und MobileMe auf iOS-Geräten in Deutschland vorübergehend deaktiviert.
Vor wenigen Wochen konnte Motorola im Patentrechtsstreit gegen Apple einen Sieg erringen. Das Landgericht Mannheim bestätigte dem Elektronik-Hersteller, dass Apple in einigen iOS-Geräten tatsächlich Motorola-Patente verletzt hat. Konkret handelt es sich dabei unter anderem um Push-Nachrichten, die iOS-Nutzer über neue Emails informieren. Das Patent ist zwar bereits etwas älter und stammt noch aus der Pager-Zeit, wurde jedoch augenscheinlich von Apple für seine Smartphone-Modelle benutzt.

Als Reaktion auf das aktuelle Urteil hat Apple in Deutschland nun die entsprechenden Push-Meldungen für seinen Email-Dienst deaktiviert. Nutzer werden nun nicht mehr automatisch über neu eingetroffene Nachrichten informiert. Die Sperre kann jedoch durch das Aktivieren des so genannten Pull-Verfahrens umgangen werden. Über den Dienst können Emails in regelmäßigen Abständen automatisch abgerufen werden.
Von der Push-Sperre sind die Apple-Dienste iCloud und MobileMe betroffen. Kontakte und der Kalender werden auch weiterhin wie gewohnt aktualisiert. Wie lange die Push-Funktionen deaktiviert bleiben ist noch unklar. Wie Apple heute ankündigte, betrachtet der Konzern das Motorola-Patent als veraltet und will gegen das aktuelle Urteil Berufung einlegen.
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