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Microsoft wegen Videokonferenz-System verklagt

05.05.2008 | 13:35 Uhr |

Microsofts Videoconferenz-Hardware Roundtable bietet 360-Ansichten - doch die Patente dafür will ein Kamerahersteller besitzen.

Der Hersteller heißt Fullview und hat jetzt beim zuständigen Bezirksgericht von Nordkalifornien Anzeige erstattet und will Schadensersatz erstreiten. Fullview behauptet, dass der Softwareriese das US-Patent Nr. 6,700,711 verletzt. Dieses beruht auf Techniken, die Firmenmitbegründer Nic Nalwa 1995 während seiner Tätigkeit bei Bell Laboratories entwickelt hatte.

Das Patent bezieht sich auf ein Kamerasystem, das die Blickfelder verschiedener Kameras zu einer 360-Grad-Rundumsicht zusammensetzt. Laut Fullview wusste Microsoft bereits 2003 von dem entsprechenden Patent, beziehungsweise dessen Vorläufer, also noch bevor das Schutzrecht Fullview im März 2004 letztendlich zugesprochen wurde. Der Softwareriese habe die Ansprüche jedoch ignoriert und sein rund 3000 Dollar teures Produkt Roundtable Ende 2007 auf den Markt gebracht.

Ein offizielles Statement von Microsoft zu den Anschuldigungen liegt aktuell nicht vor. Eine Sprecherin einer externen PR-Firma erklärte gegenüber "IDG News Service", dass Microsoft keine schwebenden Verfahren kommentiere. (mb)

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