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Patentklagen Alcatel vs. Microsoft: Es steht 1:1

05.03.2007 | 10:42 Uhr |

Wegen der angeblichen Verletzung von MP3-Patenten soll Microsoft Alcatel-Lucent 1,5 Milliarden US-Dollar Schadenersatz zahlen. Doch bei dieser Verhandlung ging es nur um ein fragliches Patent, Alcatel-Lucent macht insgesamt sechs Patente geltend. Nun musste das Unternehmen eine Niederlage gegen Microsoft einstecken.

Alcatel-Lucent hat sich mit insgesamt sechs Patenten aufgemacht, um diese vor Gericht gegen verschiedene Unternehmen geltend zu machen. Bei fünf dieser Verhandlungen ist auch Microsoft als Beklagter vertreten, zu den weiteren betroffenen Firmen gehören unter anderem Dell und Gateway. Gleich bei der ersten Verhandlung, bei der es um MP3-Techniken ging, folgte die Jury den Argumenten von Alcatel-Lucent und verurteilte Microsoft zur Zahlung von 1,5 Milliarden US-Dollar. Ende vergangener Woche standen sich die beiden Unternehmen nun erneut vor Gericht gegenüber, diesmal ging es um ein Alcatel-Lucent-Patent zur Spracherkennung.

Doch nach dem Gerichtstermin musste Alcatel-Lucent keinen neuen Geldspeicher in Auftrag geben, im Gegenteil: Das Gericht erklärte, dass Microsoft dieses Patent nicht verletzen würde. Damit steht es 1:1 zwischen den beiden Parteien.

Mitte Mai werden sich dann Alcatel-Lucent, Microsoft, Dell und Gateway erneut vor Gericht treffen, bei der dritten Verhandlung geht es um ein Patent, das sich auf User-Interface-Technologie konzentriert. Drei weitere Verhandlungen werden noch in diesem Jahr folgen, bei zwei dieser Termine wird auch Microsoft als beklagtes Unternehmen vertreten sein.

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