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Patentklage gegen Google Earth: Erster Etappensieg für Google

13.06.2006 | 14:17 Uhr |

Im Patentstreit zwischen Google und Skyline Software Systems um Google Earth konnte Google nun einen ersten Etappensieg für sich verbuchen.

Nicht nur Microsoft muss sich gegen angebliche Patentverletzungen in ihren Produkten vor Gericht verteidigen, auch Google wird mehr und mehr zur Zielscheibe derartiger Verfahren. In einem Patentstreit zwischen dem Unternehmen und Skyline Software Systems geht es um Google Earth. Google wird dabei vorgeworfen, dass Teile der Software Patente von Skyline verletzen.

Ursprünglich hat Skyline das Unternehmen Keyhole verklagt, das bereits im Jahr 2004 von Google übernommen wurde. Keyhole hat die Software entwickelt, die bei Google Earth zum Einsatz kommt. Nach der Übernahme von Keyhole fügte Skyline Google als Beklagten hinzu. Ein Jahr später wollte Skyline eine gerichtliche Verfügung erreichen, nach der es Google künftig verboten gewesen wäre, Google Earth weiter anzubieten.

Diesen zeitlichen Abstand nutzte allerdings der Verteidigung von Google. Die Anwälte argumentierten, dass Skyline nicht behaupten könne, durch Google Earth irreparablen Schaden zu erleiden, aber zugleich ein Jahr mit dem Antrag auf eine gerichtliche Verfügung warte. Dem folgte nun der zuständige Richter und lehnte eine Verfügung gegen Google ab. Der Fall wird aber weiter verhandelt.

Die Software von Skyline ermöglicht (wie auch Google Earth) eine dreidimensionale Ansicht der Erde. Das Datenmaterial stammt aus Satelliten- und Luft-Aufnahmen. Die Software richtet sich unter anderem an Kunden aus dem Militär- und Kommunikations-Bereich.

Google Earth Beta 4 erschienen - erstmals komplett auf Deutsch (PC-WELT Online, 13.06.2006)

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