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Patentklage: Microsoft muss 9 Millionen Dollar zahlen

08.06.2005 | 15:12 Uhr |

Microsoft muss knapp neun Millionen US-Dollar an einen Entwickler aus Guatemala zahlen.

Microsoft muss 8,96 Millionen US-Dollar an einen Entwickler aus Guatemala zahlen. Das entschied eine Jury am Montag. Der Grund: Patentverletzungen. Der Entwickler Carlos Amado warf Microsoft vor, ein Software-Patent verletzt zu haben, das die Art und Weise beschrieb, wie Excel mit Access über ein speziell präperiertes Arbeitsblatt kommunizieren kann.

Amado hatte das Patent im Jahr 1990 angemeldet und war zwei Jahr später damit auf Microsoft zugegangen, so Amados Anwalt, Vincent Belusko von der Kanzlei Morrison & Foerster LLP. Erste Software-Fassungen, die Amados Patent verletzten, kamen im Jahr 1995 hervor, so Vincent Belusko. Amado reichte in der Folge beim U.S. District Court in Santa Ana in Kalifornien Klage ein. Die vom ihm darin gestellte Forderung belief sich auf 400 Millionen US-Dollar.

Das Urteil vom Montag ist als Entschädigung für den Zeitraum bis zum 31. Juli 2003 zugesprochen worden. Für Schäden für den Zeitraum vom August 2003 bis heute wird es weitere Beratungen geben. Die zweite Entschädigungssumme wird nach Einschätzung des Anwalts von Amado wahrscheinlich geringer ausfallen, als die bis jetzt bereits zuerkannte. Seinem Mandanten sei es darauf angekommen, bestätigt zu bekommen, dass es seine Idee war und das jemand sie genommen hat, so Belusko.

Microsoft ist derzeit dabei das Urteil und andere damit verbundene Angelegenheiten zu prüfen und den nächsten Zug auszuloten, so die Microsoft-Sprecherin Stacy Drake.

Microsoft wegen Excel-Funktion vor Gericht (PC-WELT Online, 18.05.2005)

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