Patente und Lizenzgebühren
Microsoft lässt Casio für Linux-Benutzung zahlen
Casio Computer zahlt ab sofort Lizenz-Gebühren an Microsoft. Für Casio-Geräte, auf denen Linux läuft!
Microsoft behauptet seit Jahren, dass Linux illegal Techniken verwendet, die sich Microsoft durch Patente habe schützen lassen Von 235 Patenten ist dabei die Rede. Allerdings hat Microsoft bis heute die Patente nie öffentlich genannt.
Und seit Jahren versucht Microsoft deshalb von Unternehmen, die Linux auf ihren Geräten verwenden, Lizenzgebühren zu kassieren. Immer wieder mit Erfolg. So jetzt auch bei Casio Computer.
Microsoft und Casio Computer haben einen Vertrag unterzeichnet, in dem sich Casio verpflichtet, eine nicht genannte Summe an Microsoft zu zahlen, um weiterhin eine bestimmte Technologie auf Linux-basierten Geräten verwenden zu dürfen. Das Lizenzabkommen gilt weltweit.
Casio stellt unter anderem Taschenrechner, Industrie-Terminals, Kameras, Uhren, elektronische Wörterbücher, Musikinstrumente, Handys, Drucker und weiteres IT-Zubehör her.
Happy Birthday: 20 Jahre Linux
1991
Torvalds schreibt am 26.08.1991 in der Newsgroup comp.os.minix: „Ich arbeite an einem (freien) Betriebssystem (nur ein Hobby, wird nicht groß und professionell..).“ Torvalds programmierte faktisch das damals weit verbreitete, aber mittlerweile kommerzialisierte Betriebssystem Unix nach. Dabei nahm er Anleihen beim Betriebssystem Minix, das er übertreffen wollte – was er dann ja auch erreichte. Wer wollte, konnte bei der Entwicklung von Torvalds neuem OS mitmachen, Linux war also von Anfang an ein Community-Projekt. Der Name Linux geht auf das FTP-Verzeichnis zurück, in dem der Quellcode abgelegt wurde. Ursprünglich favorisierte Torvalds den Namen Freax, zusammengesetzt aus Freak, Free und x (der letzte Buchstabe von Unix). Doch der Administrator des FTP-Servers entschied sich kurzerhand für Linux, was Linus Torvalds durchaus geschmeichelt haben dürfte. Bild: http://kerneltrap.org/node/14002
Torvalds schreibt am 26.08.1991 in der Newsgroup comp.os.minix: „Ich arbeite an einem (freien) Betriebssystem (nur ein Hobby, wird nicht groß und professionell..).“ Torvalds programmierte faktisch das damals weit verbreitete, aber mittlerweile kommerzialisierte Betriebssystem Unix nach. Dabei nahm er Anleihen beim Betriebssystem Minix, das er übertreffen wollte – was er dann ja auch erreichte. Wer wollte, konnte bei der Entwicklung von Torvalds neuem OS mitmachen, Linux war also von Anfang an ein Community-Projekt. Der Name Linux geht auf das FTP-Verzeichnis zurück, in dem der Quellcode abgelegt wurde. Ursprünglich favorisierte Torvalds den Namen Freax, zusammengesetzt aus Freak, Free und x (der letzte Buchstabe von Unix). Doch der Administrator des FTP-Servers entschied sich kurzerhand für Linux, was Linus Torvalds durchaus geschmeichelt haben dürfte. Bild: http://kerneltrap.org/node/14002
1992
Linus Torvalds lizenziert Linux unter den GNU GPL im Januar 1992. Damit wird Linux für Entwickler, die an dem Projekt mitarbeiten wollen, deutlich interessanter.
Linus Torvalds lizenziert Linux unter den GNU GPL im Januar 1992. Damit wird Linux für Entwickler, die an dem Projekt mitarbeiten wollen, deutlich interessanter.
1993
Slackware (das heute nur noch von absoluten Linux-Experten verwendet wird) ist die erste weit verbreitete Linux-Distribution. Bild: http://lwn.net/Articles/122823/
Slackware (das heute nur noch von absoluten Linux-Experten verwendet wird) ist die erste weit verbreitete Linux-Distribution. Bild: http://lwn.net/Articles/122823/
1994
Red Hat wird gegründet. Das Unternehmen ist heute sehr erfolgreich bei der Verbreitung und beim Support von Linux für den Unternehmenseinsatz. Unter der Bezeichnung Fedora wird zudem die Community-Version von Red Hat-Linux weiter entwickelt. Fedora ist vor allem in den USA populär.
Red Hat wird gegründet. Das Unternehmen ist heute sehr erfolgreich bei der Verbreitung und beim Support von Linux für den Unternehmenseinsatz. Unter der Bezeichnung Fedora wird zudem die Community-Version von Red Hat-Linux weiter entwickelt. Fedora ist vor allem in den USA populär.
1994
Der Linux-Kernel 1.0 erscheint 1994.
Der Linux-Kernel 1.0 erscheint 1994.
1996
Linus besucht ein Pinguin-Aquarium. Einer der kleinen Watschler, genauer gesagt ein Zwergpinguin, zwickt ihn. Daraufhin wählt Linus Torvalds den Pinguin als Maskottchen für sein Betriebssystem (zumindest lautet so das Gerücht). Das konkrete Aussehen von Tux (das Wort setzt sich zusammen aus dem T von Torvalds und dem U und X von Unix) war dann das Ergebnis eines Zeichenwettbewerbs, den Linus Torvalds gestartet hatte. Torvalds forderte: „Pinguin sollte glücklich aussehen, so als hätte er grade eine Maß Bier genossen und den besten Sex seines Lebens gehabt.“ (Zitat aus Torvalds-Autobiographie Just for Fun nach Wikipedia).
Linus besucht ein Pinguin-Aquarium. Einer der kleinen Watschler, genauer gesagt ein Zwergpinguin, zwickt ihn. Daraufhin wählt Linus Torvalds den Pinguin als Maskottchen für sein Betriebssystem (zumindest lautet so das Gerücht). Das konkrete Aussehen von Tux (das Wort setzt sich zusammen aus dem T von Torvalds und dem U und X von Unix) war dann das Ergebnis eines Zeichenwettbewerbs, den Linus Torvalds gestartet hatte. Torvalds forderte: „Pinguin sollte glücklich aussehen, so als hätte er grade eine Maß Bier genossen und den besten Sex seines Lebens gehabt.“ (Zitat aus Torvalds-Autobiographie Just for Fun nach Wikipedia).
1996
Debian 1.1 erscheint, die erste wirklich stabile Version. Debian gilt als besonders konservative und stabile Distribution, die besonders im Serverbereich verwendet wird und ausschließlich freie Software verwendet. Debian wird auch als Debian GNU/Linux bezeichnet.
Debian 1.1 erscheint, die erste wirklich stabile Version. Debian gilt als besonders konservative und stabile Distribution, die besonders im Serverbereich verwendet wird und ausschließlich freie Software verwendet. Debian wird auch als Debian GNU/Linux bezeichnet.
1996
Suse Linux erscheint im Mai 1996 als Version 4.2 und damit erstmals als völlig eigenständige Suse-Variante. Die von der S.u.S.E. GmbH in Fürth entwickelte Linux-Distribution wird die beliebtesten Linux-Version in Deutschland, in den späten 1990ern und nach dem Jahr 2000 wurde Suse Linux in unterschiedlich umfangreichen Versionen auf CDs beziehungsweise DVDs samt dicken gedruckten Handbüchern (ja, das gab es damals noch!) in Boxen vertrieben. Ihr Maskottchen ist das Chamäleon, ihre typische Farbe grün. Typisch für Suse war und ist das Installations- und Konfigurationstool YAST. Seit Dezember 2007 heißt Suse Linux Open Suse. Novell kaufte die Suse Linux GmbH 2004 auf. Damit war ein Stellenabbau am Standort Fürth verbunden. 2010 übernahm Attachmate Novell.
Suse Linux erscheint im Mai 1996 als Version 4.2 und damit erstmals als völlig eigenständige Suse-Variante. Die von der S.u.S.E. GmbH in Fürth entwickelte Linux-Distribution wird die beliebtesten Linux-Version in Deutschland, in den späten 1990ern und nach dem Jahr 2000 wurde Suse Linux in unterschiedlich umfangreichen Versionen auf CDs beziehungsweise DVDs samt dicken gedruckten Handbüchern (ja, das gab es damals noch!) in Boxen vertrieben. Ihr Maskottchen ist das Chamäleon, ihre typische Farbe grün. Typisch für Suse war und ist das Installations- und Konfigurationstool YAST. Seit Dezember 2007 heißt Suse Linux Open Suse. Novell kaufte die Suse Linux GmbH 2004 auf. Damit war ein Stellenabbau am Standort Fürth verbunden. 2010 übernahm Attachmate Novell.
1998
Die ersten IT-Großunternehmen wie IBM und Oracle beginnen Linux ab dem Jahr 1998 zu unterstützen. Bild: IBM
Die ersten IT-Großunternehmen wie IBM und Oracle beginnen Linux ab dem Jahr 1998 zu unterstützen. Bild: IBM
1998
KDE, die zweite wichtige grafische Oberfläche neben Gnome, wird im Juli 1998 aus der Taufe gehoben.
KDE, die zweite wichtige grafische Oberfläche neben Gnome, wird im Juli 1998 aus der Taufe gehoben.
1998
Die französische Linux-Distribution Mandrake erscheint. Das Unternehmen Mandrakesoft bekommt bald finanzielle Schwierigkeiten. 2008 wurde aus Mandrakesoft Mandriva.
Die französische Linux-Distribution Mandrake erscheint. Das Unternehmen Mandrakesoft bekommt bald finanzielle Schwierigkeiten. 2008 wurde aus Mandrakesoft Mandriva.
1999
Gnome 1.0 erscheint im März 1999, eine grafische Oberfläche für Linux, die vor allem außerhalb von Deutschland populär wird. Mit dem Erfolg von Ubuntu Linux, das standardmäßig auf Gnome setzt, gewinnt Gnome aber auch in Deutschland an Verbreitung.
Gnome 1.0 erscheint im März 1999, eine grafische Oberfläche für Linux, die vor allem außerhalb von Deutschland populär wird. Mit dem Erfolg von Ubuntu Linux, das standardmäßig auf Gnome setzt, gewinnt Gnome aber auch in Deutschland an Verbreitung.
2001
Apple steigt auf Mac OS X 10.0 um, das auf dem Linux-Verwandten FreeBSD basiert.
Apple steigt auf Mac OS X 10.0 um, das auf dem Linux-Verwandten FreeBSD basiert.
2001
Microsoft-Chef Steve Ballmer bezeichnet Linux im Jahr 2001 als Krebsgeschwür. Microsoft verfasste seit 1998 einige als „Halloween-Dokumente“ bezeichnete Strategie-Papiere für den internen Gebrauch gegen Linux. Sie sollen die technische Überlegenheit von Microsoft-Produkten, insbesondere von Windows, gegenüber Linux beweisen. Bild: Microsoft
Microsoft-Chef Steve Ballmer bezeichnet Linux im Jahr 2001 als Krebsgeschwür. Microsoft verfasste seit 1998 einige als „Halloween-Dokumente“ bezeichnete Strategie-Papiere für den internen Gebrauch gegen Linux. Sie sollen die technische Überlegenheit von Microsoft-Produkten, insbesondere von Windows, gegenüber Linux beweisen. Bild: Microsoft
2003
IBM zeigt den berühmten Linux-Werbespot während des Superbowl im Jahr 2003.
IBM zeigt den berühmten Linux-Werbespot während des Superbowl im Jahr 2003.
2003
SCO wirft IBM 2003 vor, dass dessen Linux-Entwickler Quellcode von SCO Unix abgeschrieben hätten. SCO scheiterte durchwegs vor Gericht, 2007 wurde das Verfahren eingestellt, SCO ist mittlerweile insolvent. Der Streit nervte die gesamte Linux-Community, SCO erschien vielen als „Abstauber“, das am Erfolg von Linux völlig zu Unrecht mitverdienen wollte. Bild: ©iStockphoto.com/Christoph Hähnel
SCO wirft IBM 2003 vor, dass dessen Linux-Entwickler Quellcode von SCO Unix abgeschrieben hätten. SCO scheiterte durchwegs vor Gericht, 2007 wurde das Verfahren eingestellt, SCO ist mittlerweile insolvent. Der Streit nervte die gesamte Linux-Community, SCO erschien vielen als „Abstauber“, das am Erfolg von Linux völlig zu Unrecht mitverdienen wollte. Bild: ©iStockphoto.com/Christoph Hähnel
2003
Red Hat veröffentlicht die erste Fedora-Version, die Red Hat für Privatanwender als Linux-Distribution ablöst.
Red Hat veröffentlicht die erste Fedora-Version, die Red Hat für Privatanwender als Linux-Distribution ablöst.
2004
Ubuntu 4.10 erscheint im Oktober 2004. Ubuntu entwickelt sich bald zur beliebtesten Linux-Distribution für den Desktopeinsatz. Für den professionellen Einsatz gibt es zudem eine Serveredition.
Ubuntu 4.10 erscheint im Oktober 2004. Ubuntu entwickelt sich bald zur beliebtesten Linux-Distribution für den Desktopeinsatz. Für den professionellen Einsatz gibt es zudem eine Serveredition.
2005
Limux startet in München. Die bayerische Landeshauptstadt will 12.000 ihrer Desktop-Rechner von Windows auf Linux umstellen. Der Umstieg gestaltet sich aber schwieriger als erwartet und wird zum Stolperritt.
Limux startet in München. Die bayerische Landeshauptstadt will 12.000 ihrer Desktop-Rechner von Windows auf Linux umstellen. Der Umstieg gestaltet sich aber schwieriger als erwartet und wird zum Stolperritt.
2007
Die Linux Foundation wird am 21. Januar 2007 gegründet. Sie soll die Verbreitung von Linux fördern. Mitglieder sind zahlreiche Hardware- und Softwareunternehmen wie VIA, Intel, Siemens, Fujitsu, HP, IBM, Sun, AMD, ARM, Adobe, Citrix, Novell, Oracle, Nokia, Motorola aber auch der Automobil-Konzern Toyota.
Die Linux Foundation wird am 21. Januar 2007 gegründet. Sie soll die Verbreitung von Linux fördern. Mitglieder sind zahlreiche Hardware- und Softwareunternehmen wie VIA, Intel, Siemens, Fujitsu, HP, IBM, Sun, AMD, ARM, Adobe, Citrix, Novell, Oracle, Nokia, Motorola aber auch der Automobil-Konzern Toyota.
2007
Novell (dem Suse gehörte) und Microsoft vereinbaren Zusammenarbeit beim Patentschutz
Novell (dem Suse gehörte) und Microsoft vereinbaren Zusammenarbeit beim Patentschutz
2008
Google stellt Android im Oktober 2008 bereit. Das T-Mobile G1 ist das erste erhältliche Android-Smartphone.
Google stellt Android im Oktober 2008 bereit. Das T-Mobile G1 ist das erste erhältliche Android-Smartphone.
2011
Android hat im Sommer 2011 bei Smartphones einen Marktanteil von 43,4 Prozent erreicht
Android hat im Sommer 2011 bei Smartphones einen Marktanteil von 43,4 Prozent erreicht
2011
Microsoft gratuliert Linux zum Geburtstag
Microsoft gratuliert Linux zum Geburtstag


