Patent

Google lässt sich Entsperr-Funktion per Gesichtserkennung patentieren

Freitag, 07.09.2012 | 05:03 von Denise Bergert
Die Entsperrung des Smartphones per Gesichtserkennung, wie sie beispielsweise Samsungs Galaxy S3 bietet, ist für Google nun patentrechtlich geschützt.
Während iOS-Geräte durch eine Wischbewegung entsperrt werden können, hat sich Google bei seinem mobilen Betriebssystem Android in der Version 4.0 alias Ice Cream Sandwich etwas neues einfallen lassen. So kann beispielsweise Samsungs Flaggschiff Galaxy S3 per Gesichtserkennung freigeschaltet werden. Die Funktion ist bereits seit Oktober 2011 verfügbar, war bislang jedoch nicht patentrechtlich geschützt – bis heute.

So erteilte das US-amerikanische Patentamt der Android-Technik heute offiziell ein Patent. Wollen andere Unternehmen die Gesichtserkennung für ihre Geräte nutzen, müssen sie nun Patent-Gebühren an Google zahlen. In dem Patent wird die Technologie genau beschrieben. Bei der Methode werde von einer Kamera ein Bild des Nutzers angefertigt, das bei der Anmeldung mit dem Gesicht des Smartphone-Besitzers verglichen wird. Ist der Vergleich positiv, wird das Android-Gerät freigeschaltet. Für die Anmeldung kann auch ein zweiter Nutzer hinterlegt werden. Die Hardware ordnet dann bei der Freischaltung automatisch das richtige Profil zu.

Die Google-Gesichtserkennung steckt aktuell jedoch noch in den Kinderschuhen. So demonstrierte ein Blogger bereits im November, dass die Funktion relativ einfach umgangen werden kann. Google selbst räumte diese Schwächen ebenfalls ein. Um das Smartphone vor Dieben zu schützen wird die zusätzliche Nutzung einer PIN empfohlen. Apple hat 2011 ein ähnliches Patent eingereicht, das jedoch noch nicht bestätigt wurde.

Samsung Galaxy S3 im Test-Video
Samsung Galaxy S3 im Test-Video
Freitag, 07.09.2012 | 05:03 von Denise Bergert
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