26.04.2012, 20:51

Michael Söldner

Patent

Fujitsu arbeitet an 3D-Adapter für Smartphone-Kameras

©fujitsu.com

Mit einem Aufsatz will Fujitsu auch herkömmliche Smartphones für die Aufnahme von dreidimensionalen Fotos und Videos fit machen.
Nur wenige Smartphones verfügen über zwei Kamera-Linsen auf der Rückseite, die für die Aufnahme von stereoskopischen Fotos und Videos nötig wären. Hier will Hersteller Fujitsu mit einem Adapter für Abhilfe sorgen, der über Spiegel das Knipsen von zwei leicht versetzten Bildern ermöglicht. Diese lassen sich im Anschluss auf firmeneigene Server hochladen, die die beiden Schnappschüsse dann zu einem 3D-Bild zusammensetzen und an den Nutzer zurückschicken.
Die Idee, über Spiegel dreidimensionale Fotos und Videos zu erstellen, ist jedoch nicht neu. In einem Forschungspapier stellte Dr. Donald Simanek von der Lock Haven University eine Möglichkeit vor, die sich mit wenig Aufwand nachbauen lässt.
Durch den von Fujitsu geplanten Adapter wäre die Aufnahme von 3D-Fotos und -Videos für den Endanwender jedoch deutlich einfacher. Der für die Erstellung des stereoskopischen Bildes notwendige Rechenaufwand wird dabei komplett in die Cloud ausgelagert. Einen Nachteil hat die Technik jedoch im Vergleich zu direkt auf 3D-Fotos ausgelegte Kameras dann doch: Jedes Einzelbild kann nur ungefähr 25 Prozent des Kamera-Sensors ausnutzen. Entsprechend wären die geschossenen Fotos und Videos im Vergleich zu ihren 2D-Pendants deutlich schlechter aufgelöst.
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