28.11.2011, 11:13

Friedrich Stiemer

Patenstreit

HTC droht Verkaufsstopp in Deutschland

Droht HTC nun auch ein Verkaufsstopp? ©HTC

Nach dem Verkaufsstopp in Deutschland für Samsungs Galaxy Tab 10.1 könnte es bald auch HTC treffen: IPCom will alle UMTS-fähigen Endgeräte des Herstellers vom deutschen Markt nehmen lassen, da Patente verletzt wurden.
IPCom, ein deutscher Patentverwerter, möchte so schnell wie möglich ein Verkaufsstopp gegen den taiwanischen Smartphone-Hersteller HTC erwirken. Grund hierfür ist die Verletzung von Patenten der IPCom durch HTC. Dadurch könnte HTC das lukrative Weihnachtsgeschäft durch die Lappen gehen.

IPCom will Verkaufsstopp so schnell wie möglich durchsetzen

„Wir werden unser Recht nutzen und die Geräte von HTC in der entscheidenden Weihnachtszeit aus den Läden nehmen lassen.“, so IPCom. Bereits im Februar 2009 hatte das Landgericht Mannheim dem Patentverwerter das Recht an Patenten zugesprochen, die für UMTS-fähige Endgeräte notwendig sind. HTC hat inzwischen die Berufung in diesem Fall wieder zurückgezogen, was auf eine Resignation seitens des Herstellers hinweisen könnte. Auch der bekannte Blogger und Patent-Experte Florian Müller sieht für HTC keine guten Chancen vor Gericht.
Der Verkaufsstopp in Deutschland, einem der größten Smartphone-Absatzmärkte in Europa, kommt in einer Zeit, in dem HTC bereits darum kämpft seine Position am Markt zu festigen. Die Aktien des Herstellers sind bereits um 30 Prozent gesunken.Die IPCom führt wegen dem gleichen Patent auch einen Rechtsstreit mit Nokia. Der Fall soll vor dem gleichen Gericht verhandelt werden, ein Urteil gegen Nokia steht aber noch aus.
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