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Andere Länder, andere Malware

11.08.2009 | 15:31 Uhr |

Microsoft hat Ergebnisse seines Tools zum Entfernen bösartiger Software aus den letzten Wochen veröffentlicht. Demnach ist Scareware weltweit ein Problem, während in China Passwortspione vorherrschen.

Beim Patch Day im Juli hat Microsoft sein "Tool zum Entfernen bösartiger Software" um die Erkennung betrügerischer Schutzprogramme, so genannter Scareware, aus der "FakeSpyPro"-Familie erweitert. Wenige Stunden vor der Bereitstellung einer neuen Version hat Microsoft einige Ergebnisse aus dem Einsatz der Juli-Version veröffentlicht. Diese zeigen, dass in manchen Ländern ganz andere Malware das Bild bestimmt als im weltweiten Trend.

Microsofts Scott Wu fokussiert diese Betrachtung im Blog des Malware Protection Center auf die Schwellenländer Brasilien und China. So sind in Brasilien drei altbekannte Familien Trojanischer Pferde, die Zugangsdaten für das Online-Banking ausspionieren sollen, unter den ersten Zehn der weit verbreiteten Schädlinge. Das sind die Familien Bancos, Banker und Banload, die weder weltweit noch in China so stark verbreitet sind. Scareware spielt hingegen in Brasilien keine so große Rolle.

Auch in China ist Scareware nicht das Hauptproblem, vielmehr bestimmen dort Passwortspione für Online-Spiele das Bild, denn diese Spiele sind in China sehr populär. Allein fünf Vertreter dieser Kategorie sind in den Top 10. Darunter ist mit Frethog auf Platz zwei nur einer, der auch weltweit eine Rolle spielt. Frethog und Taterf zielen auf weltweit und ebenso in Brasilien beliebte Online-Rollenspiele wie Legend of Mir, Lineage oder World of Warcraft.

In der weltweiten Top-Liste stehen mit FakeSpypro, InternetAntivirus und FakeXPA drei Scareware-Familien. Mehr als 420.000 Scareware-Infektionen hat Microsofts kleine Wurmkur im Juli weltweit beseitigen können. Am heutigen Patch Day stellt Microsoft eine neue, erweiterte Fassung des Programms bereit.

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