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L0phtcrack ist wieder da

29.05.2009 | 16:09 Uhr |

Nach einigen Jahren in der Versenkung hat L0phtcrack ein Comeback gestartet. Das ursprüngliche Team hat sich die Rechte zurück gekauft und bringt jetzt eine neue Version des Passwort-Knackers heraus.

Vor etwa zehn Jahren tauchte der Passwort-Knacker L0phtcrack zum ersten Mal auf. Damals hat das als Hacker-Tool eingestufte Programm die Aufmerksamkeit auf die Sicherheit von Passwörtern gelenkt. Der als L0pht Heavy Industries firmierende Anbieter ging in dem Unternehmen @stake auf, das später von Symantec übernommen wurde. Symantec nahm das Programm vom Markt, jetzt ist das L0pht-Team mit einer neuen Version seiner Software wieder zurück.

Christien Rioux, Chris Wysopal und Peiter Zatkhat haben die Rechte an L0phtcrack von Symantec zurück gekauft und an einer neuen Version des Programms gearbeitet. Die neue Version L0phtcrack 6 (LC6) soll Administratoren dabei helfen Passwörter von Windows- und Unix-Anwendern auf ausreichende Sicherheit zu prüfen. Außerdem soll es helfen, wenn Passwörter verloren gegangen sind, etwa weil ein Mitarbeiter ausgeschieden ist.

Die neue Software-Version unterstützt nun auch 64-Bit-Systeme und Mehrkern-CPUs. Sie kommt mit einer überarbeiteten Bedienoberfläche, die jedoch Nutzer der Vorversion nicht vor Umstellungsprobleme stellen dürfte. LC6 läuft unter Windows XP und Vista, benötigt mindestens 256 MB Arbeitsspeicher und 30 MB Plattenplatz. Der Bedarf an Festplattenkapazität steigt allerdings deutlich an, wenn mit so genannten Rainbow-Tables gearbeitet wird. Dafür muss die Administrator-Version gekauft werden.

L0phtcrack bietet eine 14-Tage-Testversion zum Download an, die Vollversion von L0phtCrack 6 Professional kostet 295,- US-Dollar, die Administrator-Version das Doppelte. Auch verbilligte Upgrades von LC 5 sind erhältlich. Die Software unterliegt den Exportbeschränkungen der USA.

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