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AOL-Konto eines Holocaust-Leugners gehackt

17.11.2009 | 15:57 Uhr |

Hacker haben den AOL-Account des Holocaust-Leugners und selbst ernannten Historikers David Irving geknackt. Sie haben seine Passwörter für Mail und Website sowie etliche persönliche und geschäftliche Mails ins Netz gestellt.

Hacken aus politischen Motiven wird auch als " Hacktivism " bezeichnet. Über die tatsächlichen Motive der Hacker, die in das AOL-Konto des Holocaust-Leugners David Irving eingedrungen sind, ist wenig bekannt. Sie haben jedenfalls etliche seiner privaten und geschäftlichen Mails sowie die Zugangsdaten für sein Mail-Konto und seine Websites im Internet veröffentlicht.

Graham Cluley vom Antivirushersteller Sophos berichtet in seinem Blog über Irvings neuestes Ungemach. Er weist zudem aus gegebenem Anlass darauf hin, dass es keine so gute Idee sei für verschiedene Zwecke das gleiche Passwort zu verwenden. Irving hat diesen Fehler begangen, denn die Passwörter für sein Mail-Konto bei AOL und für den Zugang zu seiner Website sind identisch. Die veröffentlichten persönlichen Daten umfassen außerdem eine 500 Personen und ihre Mail-Adressen umfassende Kontaktliste sowie die Abrechnungsdaten für Irvings Kreditkarten.

Wie die Hacker in Irvings AOL-Konto eindringen konnten, ist nicht bekannt. Sie bezeichnen sich als "Anti-Fascist Hackers" und geben an, sie hätten Irvings Website "zerstört." Sie behaupten ferner in einer Mail an alle, die auf der veröffentlichten Liste stehen, sie hätten dies getan, um den Nazi-Sympathisanten Irving bloß zu stellen. Seine beiden Websites auf einem US-Server sind jedenfalls bis heute nicht erreichbar.

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