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Partnerschaft zwischen Youtube und BBC

02.03.2007 | 15:16 Uhr |

Die altehrwürdige BBC hat mit Youtube eine Partnerschaft zur Verbreitung von Inhalten des Senders geschlossen. Dabei werden - Youtube-typisch - keine kompletten Sendungen, sondern kurze Ausschnitte wie etwa einzelne Sketches oder Nachrichten angeboten.

Die britische BBC beschreitet neue Wege bei der Verbreitung ihrer Inhalte. Ab sofort sind ausgewählte Videoclips des Senders auch über Youtube abrufbar. Eine entsprechende Kooperation wurde heute bekannt gegeben. Im Rahmen der Vereinbarung sollen drei neue Services bei Youtube angeboten werden: BBC und BBC Worldwide (beide Entertainment) und BBC News (Info). Einnahmen aus Werbeeinblendungen sollen zwischen den Unternehmen geteilt werden.

Der Channel BBC soll laut Unternehmen werbefrei sein und Trailer oder Zusatzinfos zu Sendungen des Fernsehsenders bereitstellen. Über diesen Channel sollen Anwender in erster Linie auf die Website der BBC gelockt werden, wo sie dann in Zukunft die jeweiligen Sendungen in voller Länge ansehen können.

BBC Worldwide besteht hingegen aus bis zu sechs Minuten langen Clips aus diversen Formaten des BBC-Archivs. Hier soll Werbung angezeigt werden. Und über den BBC-News-Channel sollen täglich bis zu 30 Nachrichten im Videoformat angeboten werden.

Die BBC finanziert sich über Gebühren - dieses System war nach dem zweiten Weltkrieg Vorbild für das Gebührensystem der öffentlich rechtlichen Sender in Deutschland - daher können britische Anwender mit Werbung versehene News-Clips des Senders nicht über Youtube abrufen. Auf diesem Weg versucht der Sender offenbar, Kritikern, die der BBC vorwerfen könnten, Werbeumsätze mit Inhalten zu verdienen, die mit Gebührengeldern finanziert wurden, von vorneherein den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Die neuen Channels der BBC finden Sie auf dieser Seite bei Youtube .

Youtube schließt Verträge für Musik- und Sport-Inhalte (PC-WELT Online, 28.02.2007)

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