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Windows auf dem Mac wird schneller

12.11.2008 | 10:24 Uhr |

Wer einen Mac nutzen und auf gewohnte Windows-Programme nicht verzichten möchte, macht es meist mit Hilfe von Parallels. Seit dieser Woche gibt es eine neue Version, die mehr Geschwindigkeit und Komfort verspricht.

Das Plus an Performance für die Virtualisierungssoftware ist mitunter der Unterstützung von Intels "Virtual Technology" (IVT) zu verdanken, die in den neueren Generationen der CPUs implementiert ist. Sie bietet Virtualisierungsprogrammen wie Parallels einen direkteren Zugriff auf die Ressourcen des Prozessors. Laut Hersteller sind mit der neuen Version die Anwendungen um 15 - 30 Prozent schneller.

Auch in Sachen Grafik-Performance wurde einiges getan: Parallels 4 unterstützt unter Windows Technologien wie Direct-X 9, Pixel-Shader 2 und Open GL 2. Das dürfte vor allem Gamer freuen, deren Spiele mit 3D-Features aufwarten, aber auch Kreative, die Adobes Creative Suite weiterhin unter Windows nutzen wollen.

Die neue Version von Parallels erlaubt es dem Gastsystem, sich auf dem Mac richtig breit zu machen – sofern das notwendig sein sollte. Bis zu 8 GB Arbeitsspeicher können der Windows-Plattform zugewiesen werden, bei Multiprozessor-Maschinen bis zu acht CPUs. Auch eine "Überbuchung" von Arbeitsspeicher ist möglich: Damit weist man Windows mehr Arbeitsspeicher zu, als der Mac tatsächlich zu bieten hat. Der Preis dafür ist allerdings deutlich weniger Geschwindigkeit, denn in diesem Fall muss der virtuelle Arbeitsspeicher auf die Festplatte ausgelagert werden. Für seine Grafik darf der virtuelle Gast bis zu 256 MB Grafikspeicher in Beschlag nehmen.

Wie schon in der Vorgängerversion sind viele Windows-Einstellungen direkt in Parallels mit aufgenommen worden und können von dort aus bequemer verwaltet werden. Das macht vor allem die Handhabung von Netzwerkverbindungen und externer Geräte leichter. Durch Unterstützung der Windows-eigenen APCI-Technik für die Steuerung der Systemressourcen kann auch die Batterie des Mac geschont werden.

Doch nicht nur Windows, auch viele andere Betriebssysteme und Linux-Varianten sind unter Parallels als Gastsysteme möglich. Neu ist das Feature "Template", mit dem Standardeinstellungen für ein bestimmtes Betriebssystem übernommen und für die Installation eines weiteren Gastsystems verwendet werden können.

Der neue Parallels Desktop kostet 79,99 Euro als einzelne Lizenz, das Upgrade 39,99 Euro. Für kleinere Betriebe kann eine Fünferpack-Lizenz für 319 Euro erworben werden. Als kostenloser Bonus ist bei Parallels 4 ein sinnvolles Software-Bündel dabei, darunter Kaspersky Internet Security sowie ein Programm zur Datensicherung.

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