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Panzer-Piloten nutzen Oculus Rift

06.05.2014 | 05:14 Uhr |

Das norwegische Militär hat einen Panzer mit Kameras ausgestattet, die an die VR-Brille Oculus Rift übertragen werden und dem Fahrer so eine verbesserte Sicht verschaffen.

Normalerweise ist die Rundumsicht eines Panzerkommandanten recht eingeschränkt. Zur Orientierung stehen nur schmale Luken zur Verfügung. In Videospielen wie Battlefield kann der Fahrer hingegen auf eine Außenansicht zurückgreifen, die schnell zeigt, was neben dem Panzer passiert. Das norwegische Militär hat sich diese Funktion als Vorbild genommen und mit außen am Panzer angebrachten Kameras eine 185-Grad-Sicht realisiert.

Die aufgenommenen Bilder werden über einen herkömmlichen PC verarbeitet und an die VR-Brille Oculus Rift geschickt. Der Panzer-Pilot kann so mit Kopfbewegungen die Geschehnisse vor und neben dem Panzer im Auge behalten.

Zwar handelt es sich derzeit nur um einen Prototypen, dennoch ist das Militär überzeugt von der Technik. Dies liegt nicht zuletzt am Preis. Im Gegensatz zu professionellen Systemen, die 35.000 US-Dollar kosten, konnte der Testpanzer für gerade einmal 2.000 US-Dollar mit einer verbesserten Rundumsicht ausgestattet werden.

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Bei längeren Fahrten schauen die Panzer-Kommandanten jedoch auch weiterhin durch ihre Luke, da die VR-Brille schnell zu Ermüdung führe, sei sie für den Dauereinsatz nicht geeignet.

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