19.05.2010, 09:01

Frank Ziemann

Panopticlick

Browser-Fingerabdruck identifiziert Benutzer

Eine neue Methode zum User-Tracking im Web kommt völlig ohne Cookies aus. Besucher werden durch Charakteristika ihrer Browser-Konfiguration identifiziert und können so wieder erkannt werden.
Bislang setzen die meisten Websites für die Wiedererkennung von Besuchern auf Cookies, kleine Datenkrümel, die auf der Festplatte gespeichert werden. Doch selbst die Flash-Cookies ("Super-Cookies") werden von einer recht neuen Methode in den Schatten gestellt, vor der die Daten- und Verbraucherschutzorganisation EFF warnt. Sie kommt völlig ohne die lokale Speicherung von Daten aus.
Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat eine Demo-Website namens Panopticlick online gestellt, mit der jeder ausprobieren kann, wie einmalig der Fingerabdruck ist, den sein Browser im Web abgibt. Die Website sammelt mit Hilfe von Javascript Charakteristika der Browser- und Rechnerkonfiguration wie installierte Plug-ins, Browser-Version, Betriebssystem, Zeitzone und installierte Fonts. Daraus generiert das Script einen Fingerabdruck, der meist eindeutig ist.
Die Methode ist ursprünglich für Banken entwickelt worden, um Betrugsversuche beim Online-Banking aufzudecken. Doch nun bietet ein Marketing-Analyseunternehmen dieses Tracking-Verfahren als Dienst für zahlende Kunden an. Neben den Browser-Daten sammelt es dabei auch Daten über das Benutzerverhalten, etwa die Tippgeschwindigkeit und bestimmte Tippmuster.
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