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Viele Millionen Nutzer von Gmail-Ausfall betroffen

12.12.2012 | 11:01 Uhr |

Google hat sich für einen kurzzeitigen Ausfall seiner Dienste entschuldigt. Schuld war offenbar ein menschlicher Fehler.

Gmail und diverse andere Google-Dienste waren am Montag für mehrere Minuten nicht erreichbar. Zunächst kursierten im Web Berichte über eine DoS-Attacke, die sich allerdings als falsch herausstellten. Von den Problemen waren neben Gmail auch Google-Dienste wie Google Drive und der Web-Browser Google Chrome betroffen. Letzterer aufgrund von dessen integrierter Synchronisierungsfunktion.

Im Google Apps Status Dashboard bestätigte Google bereits kurz nach dem Ausfall die Probleme und leitete eine Untersuchung ein. Laut Google traten die Probleme für insgesamt 18 Minuten zunächst zwischen 8:54 Uhr und 9:00 Uhr (Pacific Time) und anschließend zwischen 9:04 und 9:16 Uhr (ebenfalls Pacific Time) auf. Die Probleme äußerten sich durch eine schlechte Erreichbarkeit der Dienste.

Vor wenigen Stunden hat Google nun den abschließenden Bericht über den Ausfall im PDF-Format veröffentlicht. Laut diesem Bericht waren zwischen 8% und 40% aller Gmail-Nutzer von den Problemen betroffen. Gmail soll derzeit um die 425 Millionen Nutzer haben. Demnach waren also zwischen 34 Millionen und 170 Millionen Nutzer vom Ausfall betroffen.

Ein geringerer Anteil aller Nutzer soll demnach auch Probleme mit Google Drive, Google Chat, Google Calendar, Google Play und Google Chrome Sync gehabt haben. Schuld soll eine fehlerhafte Konfiguration der Load-Balancing-Software gewesen sein. Nach dem Auftreten der Probleme habe das zuständige Google-Team die Änderung wieder rückgängig gemacht. Google will nun alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, damit ein solcher Ausfall aus dem gleichen Grund nicht erneut eintreten kann.

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