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11-Euro-TFT-Monitor bei Dell

06.07.2009 | 14:44 Uhr |

Dell sind binnen kurzer Zeit gleich zwei Pannen bei den Preisangaben auf seiner Website in Taiwan passiert. Die taiwanische Konsumentenschutz-Kommission fordert Dell dazu auf, 19"-LCD-Monitore an die Käufer für umgerechnet 11 Euro auszuliefern.

Die 11 Euro (NT$500) waren aufgrund eines Fehlers auf der Online-Site von Dell als Preisangabe für die Monitore erschienen. Über 25.000 Käufer fanden sich für die Monitore und bestellten auch gleich 144.000 Stück.

Das war aber nicht der einzige Fehler. Der Laptop Dell Latitude E4300, der normalerweise umgerechnet 1510 Euro kostet, wurde auf der taiwanischen Website von Dell für acht Stunden am Sonntag für knapp 400 Euro angeboten. Laut Angaben der taiwanischen Konsumentenschutz-Kommission gingen zu dem Preis über 40.000 Bestellungen bei Dell ein.

Dell hatte ursprünglich versucht, die Käufer der Produkte mit falschen Preisen mit Gutscheinen zu entschädigen. So bot Dell den Bestellern des LCD-Monitors jeweils bis zu zwei Gutscheinen a (umgerechnet) 22 Euro. Wer einen mit einem falschen Preis ausgeschilderten PC oder Laptop erworben hatte, sollte einen Gutschein über 65 Euro erhalten. Zugleich gab Dell bekannt, alle Bestellungen storniert zu haben.

Die taiwanische Konsumentenschutz-Kommission reagierte allerdings scharf auf Aktion von Dell und gab bekannt, dass man die Reaktion von Dell auf die Online-Preis-Fehler nicht akzeptieren wolle. Zugleich wurde angekündigt, den Vorfall genauestens kontrollieren zu wollen, insbesondere ob gegen das Wettbewerbsrecht in Taiwan verstoßen worden ist. "Wenn Dells Taiwan-Büro nicht die Macht hat, diesen Vorfall zu entscheiden, dann sollen die höchsten Etagen bei Dell die Enttäuschung und Empörung der taiwanischen Konsumenten hören, so dass sie schnell und aufrichtig zu einer konkreten Antwort kommen", so die Verbraucherschützer.

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