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Hacker legen Antiviren-Hersteller-Seite lahm - Pandalabs vs. LulzSec – 0:1

07.03.2012 | 16:57 Uhr |

Die Hacker-Gruppe LulzSec hat die Webseite des Antiviren-Entwicklers Pandalabs erfolgreich angegriffen. Offenbar hat Pandalabs zuvor das Ende von LulzSec vorausgesagt.

Scheinbar als Reaktion auf die Verhaftung einiger Anonymous-Mitglieder hat die Hacker-Gruppe Anonymous die Webseite des Antiviren-Spezialisten pandalabs.pandasecurity.com lahmgelegt. Die Webseite ist derzeit nicht verfügbar, tippt man bei Google aber „panda security blog“ ohne Anführungszeichen ein, kann man einen Teil der virtuellen Schmierereien lesen, die die Eindringlinge auf der Seite zurückgelassen haben. Den Seiten-Titel haben sie um ein „Jackhammerbuttraep’d by anonymous“ erweitert. In der Text-Vorschau ist zu lesen: „... Chat: irc.anonops.li #antisec hello friends! pandasecurity.com, better known for its shitty ... blog.cloudantivirus.com cloudofficeprotection.pandasecurity.com ...”.

Luis Corrons, technischer Direktor bei Pandalabs, schreibt auf Twitter : “das passierte erst vor wenigen Minuten, wir untersuchen den Vorfall noch, es wird etwas dauern“ und „obwohl wir LE nicht geholfen haben, irgendein Mitglied von LulzSec festzunehmen, wäre ich sehr gerne an der Aktion beteiligt gewesen“.

Die Webseite thetechherald.com berichtet über den Angriff (und wird später von Anonymous auf Twitter verlinkt). Glaubt man der Darstellung, wirft sie ein anderes Licht auf den Vorfall. Demnach habe sich Luis Corrons auf der mittlerweile vom Netz genommenen Seite positiv in einem Blogpost über die Verhaftungen geäußert. Im Post mit dem Titel „Where ist the lulz now?“ habe er geschrieben: „Bedeutet das das Ende von Anonymous? Nein. Es bedeutet das Ende von LulzSec, aber Anonymous existierte schon früher und wird weiter existieren. Wir werden vermutlich keine Hacks wie die von LulzSec mehr sehen und Anonymous wird nur seine kindischen DDoS-Attacken mit ihrem LOIC-Tool weiterführen.“

Unter dem Namen „ AnonymousIRC “ kommentieren die Hacker auf Twitter: „PandaSecurity:’Where ist the lulz now?’here“ (Wo sind die lulz jetzt? Hier!). Außerdem weisen sie auf angebliche Sicherheitslücken in Pandalabs hin – gut möglich, dass es sich dabei um eine Schmierenkampagne handelt.

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