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Panasonic: Spiegelreflex mit permanentem Monitorbild

27.02.2006 | 11:19 Uhr |

Panasonic hat seine erste digitale Spiegelreflexkamera (SLR) angekündigt. Die SLR bietet einen Live-MOS-Sensor für permanentes Monitorbild.

Immer mehr Hersteller versuchen, sich auf dem Markt für digitale Spiegelreflex-Kameras (SLR) zu etablieren. Nun stellt auch Panasonic mit der Lumix DMC-L1 eine digitale SLR vor. Es handelt sich dabei um eine 7,5-Megapixel-Kamera. Das mit der Kamera vorgestellte Objektiv hat es in sich: eine Entwicklung aus dem Hause Leica mit 2.8-3.5 Lichtstärke bei 28-50 mm mit optischem Bildstabilisator.

Äußerlich wirkt die Lumix L1 eher kantig und konservativ, in Sachen Technik hat die Kamera aber vielen Konkurrenzprodukten etwas voraus: Sie zeigt nämlich nicht nur nach der Aufnahme das Bild im Monitor und lässt ansonsten den Anwender mit der Sucheransicht allein, sondern rechnet das Bild in Echtzeit mit Hilfe eines Live-MOS-Sensors um. Das funktioniert nach Aussage des Herstellers sowohl mit automatischer wie manueller Fokussierung, bei letzterer auch mit einer Ausschnittvergrößerung zur besseren Detailkontrolle. In wieweit diese Funktion die Akkulaufzeit beeinträchtigt, bleibt abzuwarten. Der Live-MOS-Sensor wurde in Kooperation mit Olympus entwickelt, die ebenfalls bereits ein erstes Modell mit dieser Technik vorgestellt haben - die Olympus E-330 .

Für die interne Bildverarbeitung kommt eine Eigenentwicklung von Panasonic zum Einsatz. Interessant ist auch der Ultraschall-Schutzfilter vor dem Bildsensor. Der soll das Eindringen von Staubpartikeln beim Objektivwechsel verhindern. Als Speichermedium kommen günstige SD-Karten zum Einsatz, wobei auch der SDHC-Modus unterstützt wird. Damit lassen sich auch Speicherkarten mit mehr als 2 GB Kapazität einsetzen. Noch keine Angaben macht das Unternehmen zum Preis – hier werden sich die Anwender bis zur Markteinführung nach der CeBIT gedulden müssen.

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