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Internet über den Wolken hebt 2009 wieder ab

Anfang 2009 kann über den Wolken wieder mit Breitband-Geschwindigkeit im Web gesurft werden - diesmal mit Panasonic Avionics.

Der Service von Panasonic Avionics mit dem Namen "ExConnect" soll dabei einen ähnlich schnellen Webzugang bieten, wie man ihn von WLAN-Hotspots am Boden gewohnt ist. Neben dem Zugang zum Internet sollen die Fluglinien auch Live-TV-, Shopping-Dienste und andere Services über das Flugzeug-interne Kommunikationssystem anbieten können. Somit könnte eine Fluglinie zwischen einem für jeden Passagier zugänglichen Bereich und einem Premium-Dienst unterscheiden.

Es ist mittlerweile der zweite Versuch eines Anbieters, Internetdienste über den Wolken anzubieten. Von 2004 bis 2006 konnte man bereits in einigen Flugzeugen online gehen. Das Projekt "Connexion by Boeing" wurde jedoch eingestellt, nachdem laufend höhere Verluste eingefahren wurden. Betroffen war davon beispielsweise die deutsche Lufthansa, die seitdem auf der Suche nach einem neuen Partner ist. "Wir wollen möglichst bald wieder einen entsprechenden Dienst anbieten", so ein Sprecher der Lufthansa. Hier würde sich Panasonic natürlich anbieten, zumal das Unternehmen bereits 2006 angekündigt hatte, die Kunden von Connexion by Boeing übernehmen zu wollen.

ExConnect basiert auf dem Satellitenbreitbanddienst GlobalConnex mit 53 Kommunikationssatelliten von Intelsat. Diese stehen derzeit nur Telekom-Anbietern sowie großen Unternehmenskunden zur Verfügung. Der Internetservice soll laut Panasonic vorerst nur in bestimmten Regionen angeboten und bei Nachfrage ausgeweitet werden. Um welche Regionen es sich dabei handelt, wurde jedoch nicht konkretisiert. Preislich wolle man sich laut Medienberichten an die Vorgaben von Connexion by Boeing halten. So soll eine Stunde zwölf Dollar kosten und ein 24-Stunden-Paket für 22 Dollar buchbar sein.

Informationen darüber, bei welchen Fluglinien künftig Internet im Flugzeug angeboten wird, gab es von Seiten Panasonics nicht. Allerdings kann angenommen werden, dass mindestens 500 Flugzeuge mit dem System ausgerüstet werden. Das Unternehmen hatte im September 2006 angekündigt, mindestens diese Anzahl an Maschinen unter Vertrag zu haben, bevor man mit dem Service starte. So sollten die Finanzprobleme vermieden werden, die das Boeing-Projekt zum Scheitern brachten. Allerdings war die Vorgabe damals, dies innerhalb von 60 Tagen zu erledigen. Dies hat nun eindeutig länger gedauert. (pte/jp)

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