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Neues Kapital und Nova OS sollen Talfahrt beenden

23.12.2008 | 13:25 Uhr |

Neues Kapital vom Finanzinvestor Elevation Partners und das offiziell angekündigte Betriebssystem Palm Nova sollen 2009 den angeschlagenen Smartphone-Hersteller Palm wieder auf die Beine helfen.

Eines der größten Weihnachtsgeschenke geht dieses Jahr an den Smartphone-Hersteller Palm. Das Unternehmen, das derzeit um sein Überleben kämpft, hat trotz der Finanzkrise von dem Investor Elevation Partners eine Finanzspritze über 100 Millionen US-Dollar bekommen. Damit soll der angeschlagene Hersteller über die schweren Zeiten gebracht werden und im nächsten Jahr mit neuen Produkten gegen die Konkurrenz von HTC, den Blackberry-Hersteller Research In Motion und das iPhone antreten können. Ein neues Betriebssystem soll dabei helfen.

Wie Palm-Chef Ed Colligan jetzt offiziell bekannt gab, stellt das Unternehmen das neue OS Palm Nova im Januar auf der CES 2009 in Las Vegas vor. Die Netzbetreiber äußerten sich nach Angaben des Herstellers bereits sehr positiv über das neue System. Erste Geräte werden Mitte 2009 erscheinen. Nach Informationen des Magazins Business Week soll das Nova OS eine Mischung zwischen dem businesszentrierten Blackberry OS und dem multimediaorientierten Mac OS X des iPhone sein. Es wird die mehr als vier Jahre alte Palm-Plattform Garnet OS ersetzen und vorwiegend in Smartphones im mittleren Preisbereich eingesetzt werden. Die Spitzenmodelle stattet das Unternehmen weiterhin mit dem Betriebssystem Windows Mobile aus.

Man kann nur hoffen, dass die Finanzspritze und die neue Plattform den angeschlagenen Hersteller wieder auf die Beine bringt. Bereits im Juni hatte Elevation Partners mit 325 Millionen Dollar unter die Arme gegriffen und das Management ausgewechselt. Geholfen hat es nicht. Im vergangenen Quartal verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 80,2 Millionen Dollar, der Umsatz sank um 45 Prozent gegenüber dem Quartal zuvor und der Smartphone-Absatz schrumpfte im Jahresvergleich um 13 Prozent. Das Unternehmen verkaufte gerade einmal 600.000 Endgeräte. Apples iPhone verkaufte sich nach den Zahlen der Analysten von Gartner im gleichen Quartal 4,7 Millionen Mal, Research In Motion lieferte 5,8 Millionen Geräte aus.

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