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Palm 700p mit PalmOS

16.05.2006 | 08:39 Uhr |

Palm hat seinen neuen "Palm Treo 700p" vorgestellt. Dessen Hirn ist wieder ein PalmOS. Ansonsten bleibt das Gerät seinem Vorgänger "700w" ziemlich ähnlich.

Palm tritt wieder mit eigenem Betriebsystem an! Der frisch vorgestellte Handheld Palm Treo 700p läuft auf PalmOS - und die nach dem vorübergehenden Einbau von Windows irritierte Puristengemeinde ist beruhigt.

Rein optisch gleicht das Gerät seinem Windows-Mobile-Bruder Palm Treo 700w . Rein praktisch wird es ebenfalls als CDMA-Gerät zunächst nur auf den nordamerikanischen Markt kommen. Seine Familienähnlichkeit offenbart der 700p auch mit Features wie EV-DO, einer 312MHz schnellen XScale CPU, 128MB Speicher (60MB stehen dem Nutzer zur freien Verfügung), einer 1.3 Megapixel-Kamera, Bluetooth 1.2 und einem SD-Speicherkarten-Slot.

EV-DO - das amerikanische Pendant zu UMTS - bietet dem Kunden die Möglichkeit, mit über 700 kBit/s durch das Netz zu surfen. Die 1.3 Megapixel-Kamera kann Bilder bis zu einer Auflösung von 1280 x 1024 Pixeln aufnehmen, hat einen zweifachen Digitalzoom und ist in der Lage, Videos in einer Auflösung von 352 x 288 Pixeln (CIF) aufzunehmen. Bluetooth 1.2 erlaubt den gleichzeitigen Zugriff auf Zubehör via Luftschnittstelle und in den Speicherslot passen SD-, SD/IO- und Multimedia-Karten. Palm garantiert die Funktionalität von SD-Karten bis zu 2 GB. Ein Blick auf die technischen Details offenbart geringe Unterschiede. Der Neue ist kleiner (111 x 58 x 22,5 mm) und etwas schwerer als sein Bruder (180g). Das Display bietet mit 320 x 320 Pixeln mehr Auflösung und wurde an die Fähigkeiten von PalmOS angepasst.

Auch die Verbindungsmöglichkeiten des Geräts sind auf dem aktuellen Stand der Technik, lediglich eine direkt im Gerät integrierte WiFi-Schnittstelle lässt der Treo 700p vermissen - die lässt sich aber via SDIO-Adapter bei Bedarf nachrüsten. Der größte Unterschied jedoch ist das Betriebssystem: Der Palm Treo 700p läuft wieder auf dem neuesten PalmOS System, Version "Garnet" v5.4.9. Windows adé? Die Funktionalität wird zumindest nicht eingeschränkt, denn Palm spendiert seinem jüngsten Spross eine Reihe an Applikationen. Der Nutzer ist in der Lage, Word- und Excel-Dokumente mit "Documents To Go 8" auf dem Gerät zu bearbeiten. Powerpoint- und PDF-Dateien kann er sich direkt anzeigen lassen. Der leistungsfähige Webbrowser Blazer und ein E-Mail-Client mit Anbindung an Microsofts Exchange Server 2003 via ActiveSync gehören ebenso zum Paket wie die Möglichkeit der direkten Abfrage von Web-Accounts der Anbieter AOL, GoogleMail und Yahoo. Wer zwischendurch ein wenig abschalten will, kann sich dank PocketTunes Musik im MP3- und WMA-Format anhören. Dank schneller EV-DO-Connectivity lassen sich mit dem 700p auch Streaming-Medien wiedergeben und Dienste wie Internet Radio (wird vom neuen Blazer-Browser direkt unterstützt) oder MobileTV nutzen.

Es scheint, Palm tat alles, um mit seinem Betriebsystem funktional mit dem neuen Gegner Windows Mobile 5 gleichzuziehen. In der Praxis sollten sich beide Geräte als ähnlich produktiv erweisen - die Entscheidung für eines der Geräte sollten geneigte nordamerikanische Interessenten wohl eher nach Geschmack als nach Funktionsauswahl treffen, denn alle beim 700w eingeführten Neuerungen und Anpassungen werden in ähnlicher Form auch beim 700p zu finden sein.

In Nordamerika gibt's den Palm 700p zunächst erstmal von den US-Anbietern Sprint und Verizon Wireless. Zu Erscheinungstermin oder Preis ist derzeit noch nichts bekannt. Ebenfalls offen bleibt die Frage, ob das Gerät in naher Zukunft auch in einer GSM-Version erhältlich sein wird - europäische Palm-Fans würden sich darüber sicherlich freuen. Immerhin kündigte Palm wohlwollend an, in der zweiten Jahreshälfte einen oder mehrere UMTS-fähige Handhelds auf den europäischen Markt bringen zu wollen, hielt sich aber mit Aussagen zurück, die auf Ausstattung, Betriebssystem oder Funktionalität Rückschlüsse bieten zuließen.

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