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Gates-Spende soll Kinderlähmung ausrotten

26.01.2009 | 10:09 Uhr |

Die Stiftung von Bill Gates will gemeinsam mit Rotary International und den Regierungen aus Deutschland und Großbritannien in den nächsten Jahren die Kinderlähmung ausrotten. Dazu hat allein die Gates-Stiftung knapp 194 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

The Bill and Melinda Gates Foundation stellet für den Kampf gegen die Kinderlähmung rund 250 Millionen US-Dollar (194 Millionen Euro) der Organisation Rotary International zur Verfügung, die ebenfalls 77 Millionen Euro für das Ziel bereitstellt. Hinzu kommen jeweils 100 Millionen Pfund der britischen Regierung und 100 Millionen Euro der deutschen Regierung. Insgesamt werden damit knapp 490 Millionen Euro für den Kampf gegen die durch Polioviren hervorgerufene Infektionskrankheit aufgewendet. Ziel der vier Parteien ist es, die Krankheit in den kommenden Jahren völlig auszurotten.

"Wir wissen exakt, wie viele Kinder im vergangenen Jahr erkrankt sind: 1625", sagte Gates in einer Video-Botschaft beim Treffen von Rotary International in San Diego. Im Vergleich zu vor 20 Jahren sei die Zahl der erkrankten Kinder zwar gesunken, dennoch, so Gates, gäbe es keinen Anlass zu denken, dass man schon genug getan habe. "Die Mathematik von Polio ist klar: Wir können nicht bei einem Level von ein bis zweitausend Fällen pro Jahr bleiben. Entweder wir löschen die Krankheit ganz aus oder es wird irgendwann wieder Zehntausend oder gar Hundertausend Fälle pro Jahr geben", warnte Gates.

Seit seinem Rücktritt vom Tagesgeschäft bei Microsoft investiert Bill Gates die meiste Zeit in die von ihm gemeinsam mit seiner Frau Melinda gegründete Stiftung. Die Stiftung widmet sich unter anderem der Bekämpfung von Krankheiten.

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