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Paketdienste wollen Onlinebestellungen nicht mehr zur Haustür liefern

11.11.2013 | 17:02 Uhr |

Onlinebesteller sollen ihre Sendungen bei einigen Paketdienstleistern künftig an Paketshops abholen. Für die Zustellung an die Haustür soll ein Aufpreis fällig werden.

Mit dem boomenden Online-Handel nimmt auch die Anzahl der Sendungen zu, die von Paketdiensten ausgeliefert werden müssen. Um die Kosten zu drücken, sollen Onlinebestellungen bei einigen Anbietern künftig nicht mehr an die Haustür geliefert werden. Das eigentliche Problem liegt nicht etwa an der Zustellung, sondern an der Tatsache, dass nur wenige Kunden gleich beim ersten Zustellversuch anzutreffen sind. Für den Paketdienst entstehen so im Falle eines zweiten Zustellversuchs hohe Zusatzkosten.

Das Abholen im Paketshop ist in anderen europäischen Ländern wie Finnland, Dänemark oder Schweden bereits gang und gäbe. Per Email oder SMS werden Kunden hier über die Zustellung ihrer Sendung informiert. Anschließend kann das Paket im örtlichen Paketshop abgeholt werden. Diese Praktik soll sich laut GLS-Chef Rico Back auch bald in Deutschland durchsetzen. „Onlinebesteller müssen sich ihre Sendungen selbst abholen“, erklärt Back gegenüber der „Welt“.

DHL plant Online-Handel für Lebensmittel

Der Paketdienst DPD hat ähnliche Pläne. Von den bislang zugesicherten drei Zustellversuchen, könnte es künftig nur noch einen geben, bevor die Sendung in einem Paketshop für den Kunden hinterlegt wird. Dafür müssen die einzelnen Anbieter ihre Infrastruktur mit entsprechenden Läden jedoch erst weiter ausbauen. Die Post-Tochter DHL will im Gegensatz zur Konkurrenz auch weiterhin ohne Aufpreis bis zur Haustür liefern.

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