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Pädophiler: Statt Knast FBI-Berater

04.08.2000 | 12:54 Uhr |

Patrick Naughton, ehemaliger Excecutive Vice President von Infoseek, steht in San Francisco wegen des versuchten sexuellen Kontakts zu einem minderjährigen Mädchen vor Gericht. Nachdem Naughton im September 1999 einem FBI-Agenten ins Netz gegangen war, der vorgab ein 13-jähriges Mädchen zu sein, sieht das Gesetz eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren vor. Offensichtlich wird Naughton jedoch nicht auch nur einen weiteren Tag im Gefängnis sitzen.

Der ehemalige Excecutive Vice President von Infoseek Patrick Naughton aus Seattle hielt monatelang Kontakt zu einem angeblich 13-jährigen Mädchen, das in Wirklichkeit als FBI-Agent entpuppte. Bei einem Online vereinbarten Treffen an einem Strand von Los Angeles wurde Naughton festgenommen.

Nach wenigen Tagen Haft wurde Naughton gegen eine Kaution von 100.000 Dollar aus dem Gefängnis entlassen. Das maximale Strafmaß sieht zwar bis zu 15 Jahre Haft vor, wahrscheinlich kommt Naughton jedoch ohne eine Haftstrafe davon. Die Staatsanwaltschaft hat ein deutlich reduziertes Strafmaß beantragt.

Mit nur 5 Jahren auf Bewährung und 9 Monaten Hausarrest käme der Angeklagte für keinen weiteren Tag ins Gefängnis. Zusätzlich gibt es weitere Auflagen wie das Fernhalten von Chatrooms und eine Geldstrafe von 20.000 Dollar. Die Milde des beantragten Strafmaß ist durch die Mithilfe von Naughton bei der Verfolgung anderer Pädophiler zu erklären. Naughton steht dem FBI nun beratend zur Seite und hilft, Pädophile im Internet aufzuspüren, die Kindern online auflauern. (PC-WELT, 04.08.2000, sw)

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