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Packard Bell Easynote MX31-U-031

11.08.2008 | 14:07 Uhr |

Zwar stattet Packard Bell das Easynote MX37-U-031 für unter 500 Euro mit einem Doppelkern-Prozessor auf, spielt als Betriebssystem aber nur Vista Home Basic auf. Die Digital World verrät Ihnen, ob das Notebook dennoch ein Schnäppchen ist.

Obgleich der Vista-Sparvariante Home Basic das Media Center fehlt, müssen Anwender beim MX37 müssen nicht auf Multimedia-Software verzichten. Alternativ hat Packard Bell Cyberlinks Power Cinema installiert, das am Media Center angelehnt ist. Darüber hinaus hat der Hersteller bereits nützliche Tools wie Google Earth, Picasa und Skype vorinstalliert. Allerdings ist der Desktop auch mit Links zu eBay, Alice und einem Download-Portal für Videospiele zugemüllt.

Tempo: Das Notebook liegt in punkto Leistung mit den meisten anderen Notebooks dieser Preisklasse gleich auf, die mit einer Dual-Core-CPU arbeiten. Im Sysmark 2007 schaffte das MX37 60 Punkte. Schade, dass die 2 Gigabyte Arbeitsspeicher das System nicht beschleunigen konnten. Hier war der lahme Chipsatz von SIS der Flaschenhals, da er die beiden Riegel nur im Single-Channel-Modus anspricht. Zudem zweigt die Onboard-Grafik 128 Megabyte des RAM ab. Trotzdem kann sie nicht überzeugen: In Far Cry lieferte das Easynote MX37 bei minimalen Effekten und einer Auflösung von 1.024 x 768 Bildpunkten gerade einmal 7 Bilder pro Sekunde. In 3D Mark 06 reichte es nur für klägliche 116 Punkte.

Ausstattung: Pluspunkte gibt’s für die 160-Gigabyte-Festplatte und den DVD-Brenner – bei weniger als 500 Euro keine Selbstverständlichkeit. Dagegen belässt es Packard Bell bei einem 802.11g-WLAN-Modul. Dass auch ein Modem fehlt, fällt in der heutigen Zeit des Breitband-Internets kaum mehr ins Gewicht. Für Peripherie stehen gleich USB-Ports parat – Firewire-Anschlüsse zum Anschluss von digitalen Camcordern und Slots für Speicherkarten sucht man jedoch vergeblich. Erweiterungen durch PC- oder Expresscards sind mangels Steckplatz ebenfalls unmöglich.

Ergonomie: Für die Arbeit im Freien liefert das Display mit maximal 175 Candela pro m² zu wenig Helligkeit. Doch in Innenräumen gibt es kein Problem, auch wenn wir mit 94:1 ein sehr niedriges Kontrastverhältnis ermittelten. Dafür gibt es Farben ordentlich wieder. Negativ fiel jedoch der Lüfter ins Gehör: Unter Volllast lärmte er mit bis zu 1,2 Sone und ist vor allem in ruhigen Umgebungen deutlich zu hören.

Mobilität: Obgleich das Notebook auf Leistungshungrige Komponenten verzichtet, hält es im Akkubetrieb nicht einmal zwei Stunden durch: ein richtig mieses Ergebnis. Dafür kann sich der Anwender eine längere Laufzeit durch Rechenleistung erkaufen, indem er den Eco-Modus aktiviert. Dann wird der Prozessor auf 800 Megahertz gedrosselt.

Handhabung: Erfreulich: Die Tastatur wartet mit einem zusätzlichen dreispaltigen Ziffernblock auf. Im oberen Bereich gibt sie beim Tippen spürbar nach, sonst ist sie stabil eingebaut. Tasten-Druckpunkt und –Hub sind ausreichend.

Fazit: Durch die extrem kurze Akkulaufzeit ist das Easynote MX37 als Mobilrechner praktisch nicht zu gebrauchen. Und als stationärer PC-Ersatz besitzt es zu wenige Schnittstellen. Obgleich es sich um kein schlechtes Gerät handelt, ist es in der Ausstattung einen Tick zu teuer.

Alternativen: Fürs selbe Geld bietet das Fujitsu Siemens Amilo Pa 2510 mehr Rechenleistung und eine bessere Ausstattung. Ebenso ähnelt das Acer Extensa 5220 dem Packard-Bell-Notebook in Sachen Rechenleistung und Ausstattung, bietet aber mehr Schnittstellen und kosten rund 50 Euro weniger.

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