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PSP-Zerstörung auf Video

21.10.2005 | 14:44 Uhr |

Die neueste Video-Produktion von F-Secure zeigt, wie eine PSP zum Türstopper wird.

Die Playstation Portable (PSP) von Sony kann mittels eines Trojanischen Pferdes komplett und wohl auch irreversibel unbrauchbar gemacht werden. Das Schadprogramm überschreibt wichtige Systemdateien, die PSP startet anschließend nicht mehr ( wir berichteten ).

Beim Antivirus-Hersteller F-Secure haben einige Virenforscher diesen Vorgang ausprobiert und mit der Videokamera dokumentiert. Zunächst wird gezeigt, dass es im Photo Viewer der Konsole eine Schwachstelle gibt, die sich durch eine manipulierte Bilddatei ausnutzen lässt. Der durch einen Pufferüberlauf erzeugte Fehler ist nach einem Neustart der Konsole wieder behoben.

Ferner wird demonstriert, dass es möglich ist auf der PSP beliebigen Programmcode, auch eigenen, auszuführen. Dazu dient eine kleines "Hallo Welt"-Programm. Dann kommt das als Rom-Loader getarnte Trojanische Pferd zum Einsatz, das eine kurz sichtbare Meldung ausgibt - dann wird das Display dunkel. Dabei bleibt es - die teure Spielekonsole ist so brauchbar und unterhaltsam wie ein Mauerstein. Daher stammt auch der Name, den das Trojanische Pferd erhalten hat: "PSP-Brick" (brick = Mauerstein).

Das dreiminütige Video ist als knapp 15 Megabytes große WMV-Datei über das Weblog der Virenforscher erhältlich und kann im Windows Media Player oder kompatiblen Betrachtern angezeigt werden. Die Produktion des Videos mutet geradezu professionell an - was der Zuschauer zu sehen bekommt, ist jedoch nicht so spektakulär. Er muss sich bei der Betrachtung des Videos stes bewusst sein, dass gerade eine etwa 250 Euro kostende Spielekonsole zum Türstopper, Briefbeschwerer oder zum eben Mauerstein degradiert wird.

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