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Aktionäre fordern Rücktritt des Sony-Chefs

28.06.2011 | 17:16 Uhr |

Im Zuge des Datengaus im PlayStation Network und dem damit verbundenen Vertrauensverlust vieler Kunden, fordern zahlreiche Sony-Aktionäre nun den Rücktritt von CEO Howard Stringer.

Sony CEO Howard Stringer musste sich auf der heutigen Aktionärsversammlung des Unternehmens nicht nur Vorwürfen zur Unternehmenspolitik stellen – viele Anteilseigner forderten sogar den Rücktritt des Sony-Chefs. Hintergrund ist der Datendiebstahl im PlayStation Network, der das Vertrauen vieler Kunden erschüttert hat. Dieser Umstand resultierte nach Auffassung vieler Teilhaber wiederum in fallenden Aktienkursen.

Stringer wehrte die Rücktrittsforderung ab und verwies darauf, dass nach dem fast sechswöchigen Ausfall des PlayStation-Online-Netzwerks rund 90 Prozent der Nutzer zurückgekehrt seien. Das Vertrauen in die Marke Sony steige nach Stringers Auffassung als wieder. Für die fallenden Aktienkurse macht der Sony-Chef indes die Erdbeben-Katastrophe in Japan verantwortlich, die im März mehrere Produktionsstätten zerstörte.

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Nachdem sich SCEA-Chef Jack Tretton im Rahmen von Sonys diesjähriger E3-Pressekonferenz bereits bei allen Sony-Kunden für den Hacker-Angriff im PlayStation Network entschuldigt hatte, folgte auf der heutigen Investoren-Konferenz auch eine Entschuldigung seitens Stringer. Sony arbeite nun verstärkt am Ausbau seines Informations-Management-Systems, um derartige Angriffe in Zukunft abwehren zu können.

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Im Verlauf der Versammlung äußerte ein Aktionär zudem den Verdacht, dass der PSN-Hack als Reaktion auf unangemessene Äußerungen des Sony-Managements erfolgt sei. Stringer konterte den Vorwurf und beteuerte, dass Sony lediglich seine Marke vor denen schütze, die Software kostenlos nutzen wollten.

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