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PIII-Nachfolger: Über 2 GHz

07.06.2000 | 12:47 Uhr |

Intel peilt mit seinem neuen Willamette-Prozessor Taktfrequenzen jenseits der Gigahertz-Grenze an. Der Pentium-III-Nachfolger soll Ende September zunächst mit 1,4 GHz auf den Markt kommen. Experten zufolge ist er aber derart konstruiert, dass er sich mit Leichtigkeit auf mehr als 2 GHz takten lasse.

Intel peilt mit seinem neuen Willamette-Prozessor Taktfrequenzen jenseits der Gigahertz-Grenze an. Wie der Infodienst CNet berichtet, soll der Pentium-III-Nachfolger Ende September zunächst mit 1,4 GHz auf den Markt kommen. Experten zufolge ist er aber derart konstruiert, dass er sich mit Leichtigkeit auf mehr als 2 GHz takten lasse.

"Die Transistoren des Willamette wurden für drei Ziele konstruiert: Geschwindigkeit, Geschwindigkeit und nochmals Geschwindigkeit", so Ashok Kumar, Analyst bei Bancorp Piper Jaffray. Zudem arbeite Intel an einem neuen Bus-System, das einen noch schnelleren Speicher-Datenaustausch ermöglichen soll. Der Einstieg in die neue Leistungsklasse gehe allerdings zu Lasten der Chip-Größe: So soll der Willamette-Prozessor vermutlich 60 Prozent größer sein als der PIII.

Außerdem wirft die Willamette-Ankündigung erneut die Frage auf, ob der durchschnittliche Anwender überhaupt Bedarf an so viel Leistung hat: "Kein PC-User braucht einen Gigahertz-Prozessor", meint Kieth Diefendorff, Experte bei Micro Design Resources. "Die CPU ist für heutige Anwendungen völlig nutzlos".

Allerdings werden sich Computerfreaks erinnern, dass solche Aussagen praktisch vor jeder Prozessorgeneration zu hören waren. Dennoch gehörten Prozessoren mit höherem Tempo wenig später immer zu den Verkaufsschlagern, weil die Software-Entwickler rechtzeitig Spiele ersannen, die den Geschwindigkeitszuwachs locker in mehr Spielespaß oder blitzschnelle Bedienbarkeit ummünzten. (PC-WELT, 07.06.2000, jas/ kk)

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