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PDA-Markt weiter im Sinkflug

28.10.2004 | 10:22 Uhr |

Dem Markt für PDAs droht langfristig die Bedeutungslosigkeit, wenn es den Herstellern nicht gelingt, ihre Geräte mit einer Telefon-Funktion auszustatten. Dieses Ansicht vertreten die Marktforscher von IDC.

Wenn ein Handheld, wie beispielsweise ein PDA, über keine Telefon-Funktion verfügt, sind immer mehr Anwender nicht mehr an einem Kauf interessiert. Dies haben die Marktforscher von IDC festgestellt. Zudem habe der Rückzug einiger großer Hersteller - wie Sony - aus dem Handheld-Markt zu einem Minus bei den ausgelieferten Geräten geführt.

Laut IDC betrug die Zahl der weltweit abgesetzten Handhelds im dritten Quartal 2,1 Millionen Stück, im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 8,7 Prozent. In diesen Zahlen sind Handhelds mit Telefon-Funktion wie beispielsweise Smartphones nicht enthalten.

Der Grund für die sinkende Nachfrage nach reinen Handhelds liegt dabei vor allem in der Bequemlichkeit der Anwender. Die meisten Nutzer wollen schlicht und einfach nicht zwei Geräte mit sich herum schleppen, wenn die Funktionen eines PDA und eines Handys in einem Gerät haben können. Daraus resultiert laut IDC vor allem das große Interesse an Geräten wie dem Treo 650 von Palm oder dem Ipaq H6315 von Hewlett Packard, die beide Welten in sich vereinen.

Um im Markt bestehen zu bleiben, bleiben den Anbietern laut IDC zwei Möglichkeiten: Entweder müssen sie mit geringeren Margen leben, also ihre Geräte über Preissenkungen attraktiver machen, oder aber ihre Handhelds mit einer Telefonfunktion ausstatten.

Marktforscher: PDA-Markt weiter rückläufig (PC-WELT Online, 11.11.2003)

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