PC-WELT enthüllt

Kostenfalle Online-Spiele

Freitag den 23.11.2007 um 08:55 Uhr

von Damian Robota

Dark Orbit-Main
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© 2014
"Alle Spiele garantiert kostenlos", verspricht der Anbieter Bigpoint. Von der Wahrheit weicht dieser Slogan jedoch meist ab. Um wirklichen Erfolg in Online-Spielen wie "Dark Orbit" zu haben, investieren die Gamer nochmal zusätzlich. PC-WELT zeigt anhand des Multiplayer-Spiels "Dark Orbit" wann die Grenze auch für ambitionierte Gamer überschritten ist, aber auch warum manche Spieler tief in die Tasche greifen, um sich Spielvorteile zu erkaufen.
Eine besondere Spezies der Computerspiele stellen Online-Spiele dar. Tausende von Spielern bevölkern gleichzeitig die virtuelle Welt, in der sie sich austauschen, verbünden und gegnerische Einheiten bekriegen.
Ein Spiel dauert oft mehrere Monate bis Jahre, oder hat gar kein festes Ende. Trotzdem begeistern die virtuellen Welten seit Jahren die Online-Spieler.

Nach Meinung von Psychologen verfallen besonders jüngere Gamer immer wieder dem Bann des Online-Spiels und ihren Avataren. Dann kann ein zwischenzeitliches "Daddeln" sehr schnell zur Sucht werden, in der für das Spiel auch mal der ein oder andere Euro investiert wird.

Seit etwa einem Jahr verfrachtet der Anbieter Bigpoint seine Spieler im Multiplayer-Shooter " Dark Orbit " in die Galaxie. Mit einem Raumschiff fliegt der Spieler im Weltraum herum und sammelt Rohstoffe, die so genannten Credits und das Uridium. Credits zählen als minderwertigere Online-Währung, mit der man sich nur einfache Raumschiffe und schwächere Waffen leisten kann. Hochwertige virtuelle Ausrüstung kann man sich nur mit Uridium kaufen.

Wer ausreichend Rohstoffe gesammelt oder gekauft (5000 Uridium = 1,99 Euro) hat, kann seinen Gleiter mit Waffen und Schutzschildern aufzurüsten, um andere Gegenspieler außer Gefecht zu setzen und selbst weitere Level aufzusteigen. Das Besondere ist die große Anzahl an Spielern, die sich in Gruppen (Clans) organisieren um gegen andere Gruppen anzutreten.

"Momentan sind etwa eine Million User bei Dark Orbit registriert. Aktiv sind davon paar Hunderttausend. In den Abendstunden sind es bis zu 8000 Spieler, die zu den Peakzeiten online sind", sagt Bigpoint-Geschäftsführer Heiko Hubertz.

In den vergangenen Wochen sorgten verballe Auseinandersetzungen im Forum von "Dark Orbit" in der Spielergemeinschaft für große Aufruhr.

Reihenweise verabschieden sich Gamer aus dem Online-Spiel. Auch der Clan, im dem Bernd B. (Name von der Redaktion geändert) aktiv ist, zerfällt. Bernd hat schon gute 300 Euro ins Spiel investiert, findet nun aber, dass es langsam reicht. Mit dieser Meinung steht er nicht allein da: Im Forum tauchen immer wieder die Wörter "Dreist" und "Abzocke" auf.

Freitag den 23.11.2007 um 08:55 Uhr

von Damian Robota

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