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PC-WELT-Umfrage: GEZ-Gebühr für PCs

15.02.2006 | 16:00 Uhr |

Die GEZ-Gebühr für PCs und UMTS-Mobiltelefone treibt die Betroffenen zur Weißglut. Doch ist die Mehrheit der PC-WELT-Leser wirklich gegen die GEZ-Gebühr? Wir wollen das mit unserer neuen PC-WELT-Umfrage herausbekommen. Außerdem haben wir viele Gründe zusammen getragen, die gegen diese Zwangsabgabe sprechen. Und wir liefern Links mit weiteren Informationen.

Fernsehen ist für Sie Volksverdummung und das Radio geht Ihnen mit dem ewigen Gedudel nur auf die Nerven? Dann besitzen Sie vermutlich weder TV- noch Radio-Gerät und zahlen völlig zu Recht keine GEZ-Gebühr. Oder Sie haben aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung, in der sich ausschließlich ein PC mit Internetanschluss befindet? Auch in diesem Fall zahlen Sie keine GEZ-Gebühr. Und falls Sie Freiberufler sind, unterliegt Ihr Arbeits-Rechner ebenfalls nicht der GEZ-Zwangsabgabe. Bisher!

Doch ab dem 1. Januar 2007 sind Sie trotzdem abgabenpflichtig: Denn ab diesem Datum kassiert die GEZ ihre Zwangsabgabe in Höhe von 17,03 Euro auch für Rechner, Notebooks und PDAs, Spielekonsolen und Handys, die über einen Internetzugang verfügen (die so genannte "Gebührenpflicht für neuartige Rundfunkgeräte"), sofern nicht bereits ein TV-Gerät angemeldet ist. Auf jeden Betroffenen kommen über 204 Euro zusätzliche Belastung pro Jahr zu - unter Umständen ohne jede Gegenleistung.

Dabei ist es völlig unerheblich, ob Sie via Internet TV- oder Radioinhalte der öffentlich-rechtlichen Sender abrufen. Ja, es spielt nicht einmal eine Rolle, ob Sie die Webauftritte von ARD, ZDF und Co. ansurfen. Einzig allein die Tatsache, dass Sie sich von Ihrem Rechner ins Internet einwählen können, verpflichtet zur GEZ-Gebühr.

Nicole Hurst von der GEZ gegenüber PC-WELT: "Der Gesetzgeber hat…eine Gebührenpflicht für …Rechner festgelegt, die Rundfunkprogramme …über Angebote aus dem Internet wiedergeben können. Die Gebührenpflicht gilt für alle multimediafähigen PCs". Auf Nachfrage der PC-WELT bekräftigte Hurst nochmals: "Mit welcher Technik Rundfunk empfangen wird, ist für die Gebührenpflicht nicht relevant".

Es ist also völlig unerheblich, ob Sie mit DSL flott durch die Weiten des Webs düsen oder einem 56K-Modem im Stottertempo durchs Internet schleichen – und deshalb Videostreams überhaupt nicht empfangen können. Ihr Rechner hängt am Netz? Sie zahlen!

Kleiner Hinweis am Rande: Die GEZ verwendet "multimediafähig" in diesem Zusammenhang als Synonym für "internetfähig." Das sei in den Fachgremien die gängige Formulierung, wie Hurst uns gegenüber erläuterte.

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