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PC-Spieler betäubt Freundin für Daddel-Abend

14.07.2015 | 16:38 Uhr |

Wie weit würden Sie gehen, um in Ruhe am PC spielen zu können? Ein junger Mann aus Nordrhein-Westfallen beantwortete diese Frage drastisch und gab seiner Freundin K.O.-Tropfen, um mit seinen Kumpels daddeln zu können.

Der 23 Jahre alte Mann musste sich vor dem Amtsgericht in Castrop-Rauxel verantworten, wie das Nachrichtenportal „Der Westen“ berichtet. Die Anklage lautete auf Körperverletzung. Das Opfer war seine damalige Freundin. Doch der Mann hat seine Ex-Freundin nicht etwa verprügelt, wie man typischerweise bei einer Anklage wegen Körperverletzung in einer Beziehung vermuten könnte. Sondern er hatte sie ruhig gestellt. Mit einem Schlafmittel.

Mildes Urteil

Der Angeklagte zeigte sich geständig. Das Urteil fiel deswegen vergleichsweise moderat aus. Der Amtsrichter verurteilte den rabiaten Daddler zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu jeweils zehn Euro. Weil der Verurteilte ohnehin noch eine andere Geldstrafe abstottern musste – er ist also kein unbeschriebenes Blatt – fasste der Richter die beiden Geldstrafen zu einer einzigen Strafe von insgesamt 70 Tagessätzen zusammen.

Doch was war eigentlich passiert?

Der Verurteilte saß an einem Augustabend im Jahr 2014 mit Freunden zusammen in der Wohnung, in der er gemeinsam mit seiner 24 Jahre alten Freundin wohnte. Um 22.00 Uhr kam seine Freundin von der Arbeit nach Hause. Nach zehn Stunden Arbeit wollte sie verständlicherweise nur noch einen ruhigen Abend. Den bekam sie auch – aber anders als von ihr gedacht.
 
Denn weil ihr Freund mit seinen Kumpels am PC daddeln wollte und die Freundin dabei offensichtlich störte, tat er ihr „vier bis fünf Tropfen in den Tee“. Und sie schlief bis zum nächsten Mittag. Als sie dann am nächsten Tag mit dem Auto zur Arbeit fuhr, sei sie immer wieder eingenickt. Die selten dämliche Aktion war also auch noch richtig gefährlich.
 
Am nächsten Tag gestand der Verurteilte seiner Freundin den Grund für die heftige Müdigkeit.
 
Eine Haaranalyse wies dann tatsächlich nach, dass die Frau das Betäubungsmittel, das ihr Freund offensichtlich regelmäßig als Drogen einnahm, verpasst bekommen hatte. Kurz danach trennte sich die Freundin von dem Übeltäter.
 
 

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