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PC-Notdienste oft unqualifiziert

PCs funktionieren scheinbar nach Murphys Gesetz: Wenn etwas schief gehen kann, geht es auch schief. Wer sich dann an eine Service-Hotline oder einen Vor-Ort-Notdienst wendet, muss dies meist teuer bezahlen.

"Die Hotlines der Hersteller bieten oft wenig Hilfe für viel Geld", sagt Henning Withöft von der Stiftung Warentest in Berlin, die im April die Telefonberatungen von 14 Notebook-Anbieter getestet hat. Neun davon erhielten die Note "mangelhaft" oder "ausreichend". Die Mitarbeiter wüssten meist zu wenig, bemängelt Withöft.

"Versuchen Sie es doch mal bei Google" - für solche Tipps wurden die Tester im Schnitt eine Viertelstunde in der Leitung gehalten, für kompetentere Auskünfte zahlten sie bis zu 80 Euro. Auch die kostenpflichtige Partnerfirma von Microsoft schnitt im Test schlecht ab: Nur eine von fünf Fragen beantworteten die Hotline-Mitarbeiter korrekt und verlangten dafür im Durchschnitt mehr als sechs Euro.

Um Telefonkosten zu sparen, sollten sich Anwender daher vor dem Anruf gut vorbereiten. So müssten Kunden sich Fehlermeldungen vollständig notieren und Angaben über Hardware und Betriebssystem bereithalten, damit ihnen schnell geholfen werden kann, sagt Microsoft-Sprecher Frank Mihm-Gebauer in Unterschleißheim (Bayern).

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