141048

PC-Hersteller Lenovo tritt ab Mai in Deutschland an

Der chinesische PC-Hersteller Lenovo will zügig in den deutschen Markt einsteigen. Bereits zum 1. Mai will das Unternehmen hier zu Lande an den Start gehen.

Der chinesische PC-Hersteller Lenovo bereitet einen zügigen Markteintritt in Deutschland vor. "Nach jetzigem Stand können wir zum 1. Mai starten. Deutschland würde damit weltweit zu den ersten Ländern gehören", sagte Marc Fischer, Chef der PC-Sparte von IBM in Deutschland, Österreich und der Schweiz der "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe). "Der Projektplan ist sehr ehrgeizig."

Bis zum endgültigen Starttermin für das Deutschlandgeschäft müssten allerdings noch einige offene Fragen geklärt werden. Fischer rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die neue Organisation zwischen 95 und 125 Mitarbeiter umfasst - je nachdem, welche administrativen Funktionen IBM als Dienstleister weiter für Lenovo erledigt.

Fischer setzt darauf, als Teil des chinesischen Konzerns schlagkräftiger zu werden. "Wir können schneller und aggressiver am Markt agieren", sagte Fischer. Es gehe darum, bestimmte Prozesse zu durchforsten und Ballast abzuwerfen. Lenovo erwarb mit dem Kauf der IBM-Sparte das Recht auf die Marke Thinkpad und andere verwandte Marken; den Schriftzug "IBM" dürfen die Geräte noch mindestens fünf Jahre tragen. Lenovo werde die kommenden 10 bis 19 Monate dazu nutzen, daneben auch seine eigene Marke global zu positionieren.

Neben dem Geschäft mit Firmenkunden plane Lenovo auch in Deutschland, seine Produkte an Privatkunden zu vermarkten. "Wir werden sehr genau überlegen, wie wir uns da bewegen", sagte Fischer. Es sei derzeit noch zu früh, um über diese Pläne zu reden. Gerade in Deutschland sei das Konsumklima derzeit nicht gut. Die extrem preissensiblen Verbraucher sorgten hier dafür, dass PC nur mit sehr geringen Gewinnspannen verkauft werden können.

IBM will Nummer Eins werden (PC-WELT Online, 11.03.2005)

0 Kommentare zu diesem Artikel
141048