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Ubisofts DRM-Kopierschutz erneut in der Kritik

17.01.2012 | 18:52 Uhr |

Ausgetauschte Hardware-Komponenten wertet Ubisofts DRM-Kopierschutz als erneuten Installationsvorgang auf einem anderen System.

Nach einer längeren Ruhephase gerät der umstrittene DRM-Kopierschutz von Publisher Ubisoft nun erneut in die Kritik. So ist die niederländische Szene-Website guru3d bei einem Hardware-Versuch auf eine weitere Schwachstelle des DRM-Systems gestoßen. Auf einem Testrechner wurde die Simulation Anno 2070 installiert und die DRM-Prüfung aktiviert. Anschließend tauschte das guru3D-Team die Grafikkarte des PCs gegen ein anderes Modell aus. Nach dem Neustart des Rechners griff der DRM-Kopierschutz des Spiels erneut und verlangte eine weitere Aktivierung.

Die Schlussfolgerung: Auch wenn nur eine Komponente im System getauscht wird, erkennt Ubisofts Kopierschutz mit der neuen Konfiguration einen komplett neuen Rechner. Da das DRM-System auf drei Aktivierungen beschränkt ist, könnte eine neue Konfiguration also fatale Folgen für die Lebensdauer der Software haben. Guru3D hatte den Versuch lediglich vorgenommen, um die Grafik-Qualität von Anno 2070 auf unterschiedlichen Grafikkarten zu testen. Am Ende musste die Software von Entwickler Bluebyte manuell freigeschaltet werden, weil alle Aktivierungen bereits aufgebraucht waren. Die Gaming-Website zeigte sich über diesen Umstand so erzürnt, dass sie alle zukünftigen Ubisoft-Titel umgehend aus ihrem Review-Portfolio gestrichen hat und sich ab sofort weigert, PC-Spiele des Publishers zu rezensieren.

Neuer Ubisoft-Kopierschutz startet mit Super-GAU

In der Vergangenheit war Ubisofts Kopierschutz bereits des Öfteren in die Kritik geraten. Viele Spieler bemängelten unter anderem den Umstand, dass für einige Spiele eine dauerhafte Internet-Verbindung bestehen muss.

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