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P2P vor Gericht: Grokster-Anhänger formieren sich

02.03.2005 | 15:48 Uhr |

Technologie-Gruppen, Verbraucherschützer und Anwälte haben mehr als 20 Erklärungen beim U.S. Supreme Court eingereicht, mit denen Sie die Tauschbörsenbetreiber Grokster und Streamcast Networks in ihrem Kampf gegen die Unterhaltungsindustrie unterstützen wollen. Der U.S. Supreme Court wird sich voraussichtlich am 29. März die Argumente im Fall MGM gegen Grokster anhören.

Die P2P-Anhänger - zu denen recht namhafte Unterstützer wie die Consumer Federation of America, American Civil Liberties Union, National Venture Capital Association, Intel oder die Free Software Foundation gehören - argumentieren unter anderem, dass die Versuche der Unterhaltungsindustrie, eine "Stilllegung" der beiden P2P-Unternehmen mit Hilfe von Gerichten zu erzwingen, dazu beiträgt, technologischen Innovationen den Garaus zu machen.

In genau diese Richtung stößt beispielsweise Fred Lohmann, Senior Staff Attorney bei der Electronic Frontier Foundation . Er hält es für möglich, dass der Fall den "gesamten amerikanischen Technologie-Sektor” beeinflussen könnte. Sein Fazit: "Die Frage auf die es letztendlich hinausläuft ist, ob Amerikas Technologie-Unternehmen mehr Ingenieure anstellen werden, oder ob sie Ingenieure feuern und stattdessen Anwälte anheuern werden“.

Einen weiteren Punkt für die P2P-Unternehmen zeigten die Teilnehmer einer Konferenz auf, die von der Interessengruppe Public Knowledge organisiert wurde. Die Unterhaltungsindustrie hat demnach schon mehrfach versucht, Technologien bei Erscheinen zu torpedieren. Aber am Ende fanden sie doch Wege, Kapital aus den Technologien zu schlagen.

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