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P2P: Provider in England müssen Kundendaten herausrücken

31.01.2006 | 14:44 Uhr |

In England müssen diverse Provider aufgrund eines Urteils detaillierte Informationen über 150 Anwender herausgeben, denen illegales Filesharing vorgeworfen wird.

Anwender, die illegal Dateien mittels P2P-Netzwerken tauschen, müssen bereits seit einiger Zeit mit juristischen Folgen rechnen. Nun wurden in England 10 ISPs dazu verurteilt, persönliche Daten von 150 Anwendern herauszugeben, die illegal Dateien getauscht haben sollen. An sich ist dieser Vorgang nichts besonderes, allerdings hat die Vereinigung Federation Against Software Theft ( Fast ) nicht in erster Linie den kleinen Privatanwender im Visier, sondern vielmehr große Unternehmen, so unsere Kollegen von PC-Advisor.

Mit Hilfe seines Tracking-Systems "Operation Tracker" hat Fast diejenigen Anwender ermittelt, deren Daten nun unter anderem die British Telecom, NTL, Telewest und Tiscali an die zuständigen Gerichte weitergeben müssen. Das Tracking-System ist laut Fast in der Lage, sowohl Anbieter von urheberrechtlich geschützter Software aufzuspüren, als auch zu ermitteln, welche Dateien es im einzelnen angeboten werden.

Zudem soll Operation Tracker vor allem herausfinden, ob, und wenn ja in welchen Unternehmen illegales Filesharing betrieben wird. "Angestellte nutzen die breitbandigen Intenret-Anschlüsse ihrer Arbeitgeber und die hohen Speicherkapazitäten in den Unternehmen für illegales Filesharing", so Fast. Dementsprechend ist die Vereinigung der Ansicht, dass die Chefs dieser Unternehmen zur Verantwortung gezogen werden müssen.

Den Beschuldigten wird ein Verstoß gegen den 1988 Copyright, Designs and Patent Act vorgeworfen. Bei einer Verurteilung drohen den Beklagten bis zu zwei Jahre Haft sowie eine Geldstrafe in unbegrenzter Höhe.

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