87654

P2P-Börse mit Sony-Songs geht an den Start - Tausch gestattet

23.08.2005 | 16:12 Uhr |

Ende September soll in England mit "Playlouder" eine Mischung aus ISP und legaler Musiktauschbörse an den Start gehen. Jetzt hat das Unternehmen von Sony die Lizenzen für den Vertrieb von Songs einiger Künstler erhalten. Anwender, die Playloud nutzen, dürfen diese Titel unbegrenzt und kostenlos tauschen.

Eine Mischung aus ISP und Musikvertrieb soll mit " Playlouder " Ende September in England an den Start gehen. Anwender erhalten zum monatlichen Preis von 26,99 britischen Pfund (rund 40 Euro) einen Breitband-Internetzugang (1 Mbit/s) inklusive der gängigen Merkmale wie Mail sowie - und das ist neu - die Möglichkeit, Musiktitel legal, kostenlos und unbegrenzt mit anderen Anwendern zu tauschen, die ebenfalls Playlouder nutzen.

Unterstützung hat diese Idee nun durch eine Lizenzvereinbarung mit Sony erhalten. Dadurch erhalten die Machere von Playlouder das Recht, Titel von Künstlern wie Beyonce, Bruce Springsteen, David Bowie, George Michael, Jamiroquai, Macy Gray, Manic Street Preachers, Oasis, The Clash, Travis, Jennifer Lopez, Elvis Presley, Pink, Will Young, Outkast, Alicia Keys und Dido über ihren Dienst zu verbreiten. Diese wiederum dürfen innerhalb des Netzwerks weiter getauscht werden.

Playlouder überwacht eigenen Angaben zufolge den Netzwerkverkehr hinsichtlich der getauschten Musikdateien anhand von Fingerprints und zahlt darauf basierend Lizenzgebühren an die jeweiligen Rechteinhaber. Auf die Anwender kommen keine Extrakosten zu, diese Gebühren sind bereits im monatlichen Grundpreis enthalten.

Das Unternehmen will dabei vor allem dafür sorgen, dass seine Kunden jederzeit qualitativ hochwertige Musikdateien erhalten, und keine "spoofs" (vorgebliche Musikdateien, die aber nur Datenmüll enthalten, wie sie in vielen P2P-Börsen mittlerweile verbreitet sind) oder mit Malware verseuchte Titel.

Neben Sony-Titeln sollen auch diverse Indie-Produktionen verfügbar sein, hierfür wurde eine Vereinbarung mit der Association of Independent Music getroffen.

Im ersten Jahr rechnen die Macher mit 40.000 Kunden, eine Erweiterung des Angebots auf andere Länder wird nicht ausgeschlossen. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Seite .

Diese Idee ist an sich nicht neu: Vor einigen Jahren trat der Napster-Erfinder Shawn Fanning an die Musikindustrie mit einem ähnlichen Konzept heran. Damals lehnte die Industrie ab.

0 Kommentare zu diesem Artikel
87654