1747981

Ouya muss in ersten Testberichten viel Kritik einstecken

08.04.2013 | 05:56 Uhr |

Die Kickstarter-Kampagne hätte für die Android-Konsole Ouya nicht viel besser laufen können. Am Ende stand ein Ergebnis von mehr als 8,5 Millionen US-Dollar. Jetzt haben die ersten Unterstützer der Kampagne ihre Konsole erhalten. Zeit für ein erstes Fazit.

Die Macher der Android-Konsole Ouya sind derzeit mit Hochdruck dabei, die Geräte an die Unterstützer der Kickstarter-Kampagne zu verschicken. Dieser Prozess wird wohl noch mehrere Wochen andauern. Immerhin gilt es mehr als 63.000 Investoren zu bedienen. Die Vorfreude auf das Gerät wird nun jedoch durch die ersten negativen Eindrücke ein wenig getrübt. Technik-Webseiten wie The Verge oder Engadget haben die neue Hardware unter die Lupe genommen und sich auch die verfügbare Software angeschaut.

David Pierce von The Verge kritisiert, dass die Ouya noch ein wenig Zeit benötigt hätte, um ausgeliefert werden zu können. Das Produkt sei seiner Meinung nach noch nicht fertig. Typische Google- und Android-Elemente seien klar zu erkennen. Die Auswahl der Spiele bestehe derzeit vor allem aus unbekannten Indie-Projekten mit starkem Retro-Einschlag. Diese würden in hoher Auflösung jedoch meist nicht sonderlich gut aussehen. Es fehle im Moment noch an einem Vorzeige-Titel für die Ouya.

Xbox 720, Playstation 4, Ouya & Co.: Diese Konsolen kommen 2013

Weiterhin seien die kostenlosen Spiele von Werbung durchsetzt, was zulasten der Spielbarkeit gehe. Gute Ansätze seien allerdings schon erkennbar. Pierce lobte beispielsweise, dass die Konsole tatsächlich leicht zu hacken sei. Dies verschaffe den Entwicklern ein großes Potenzial für kreatives Schaffen. Ein Problem könnte jedoch die Kompatibilität mit dem Controller sein. Das Fazit von Pierce ist ziemlich vernichtend. Er sieht die Macher der Ouya noch vor einem langen Weg. Bislang lohne es sich nicht, Geld in die Android-Konsole zu investieren.

Video: PC-Spiele-Highlights im April 2013
0 Kommentare zu diesem Artikel
1747981