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Outlook-Panne: Persönliche Daten von Spitzenpolitikern gehen an falschen Empfänger

30.03.2015 | 17:15 Uhr |

Weil ein australischer Visa-Beamter sich auf die Autoausfüllen-Funktion von Outlook verließ, gingen persönliche Informationen von hochrangigen Politikern an den falschen Empfänger.

Laut der britischen Zeitung "The Guardian" handelt es sich bei den versehentlich verschickten Daten um persönliche Informationen zu den Spitzenpolitikern, die im November am G20-Gipfel im australischen Brisbane teilnahmen. Darunter sind beispielsweise US-Präsident Obama, der russische Präsident Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

In der E-Mail sind unter anderem Ausweisnummern und Details der Einreise-Visa der Spitzenpolitker aufgeführt. Die Einwanderungsbehörde informierte die australischen Datenschutzbehörden am 7.November darüber, dass ein Mitarbeiter eine E-Mail mit diesen Daten versehentlich an den falschen Adressaten verschickt hatte. Der Mitarbeiter hatte nicht überprüft, ob die Autoausfüllen-Funktion von Outlook den korrekten Empfänger eingetragen hatte. Stattdessen ging die E-Mail an ein Mitglied des Organisationskomittees für den Asien-Cup, ein Fussballturnier, das im Januar in Australien stattfand.

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Der Empfänger löschte die Mail und informierte den Absender in der Einwanderungsbehörde. Die wiederum unterließ es offenbar, die betroffenen Politker über das Sicherheitsleck zu informieren. Laut Guardian waren die Australier der Meinung, dass die Verbreitung der E-Mail gestoppt sei und dass die darin enthaltenden Informationen nicht sicherheitsrelevant seien. Insgesamt waren 31 Teilnehmer des G20-Gipfels betroffen, der Mitte November 2014 in Brisbane stattfand.

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